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Der Aktienmarkt zeigt sich weiterhin stärker, als er tatsächlich ist. Der DAX kämpft fortwährend um die Marke bei 13.900 Punkten. Trotz all der Mühen, der Index steht auf demselben Niveau, wo er Ende des letzten Jahres bereits notiert hat. Für einen Haussemarkt ist das schlicht zu wenig. Es mehren sich die Anzeichen, dass Anleger dem Aktienmarkt eine Fortsetzung der Rallye nicht mehr zutrauen. Die Gründe liegen auf der Hand. Eine größere Bewegung sollte sich bald durchsetzen.

Wie in unserem Finanzblog bereits beschrieben wurde, kommen dunkle Wolken auf den Aktienmarkt zu. Sie ziehen vom Anleihemarkt auf und haben zweierlei negative Wirkung auf die Börsen. Zum einen sind Anleihen eine alternative Anlageform und ziehen dem Aktienmarkt Kapital ab. Wer sichere Rendite bei Staatsanleihen erhalten kann, der wird sich nicht mit volatilen Aktien auseinandersetzen wollen. Zum anderen, und diese ist viel gefährlicher, wird das Thema Inflation aufkommen. Ein höheres Zinsniveau bei Staatsanleihen ist immer auch ein Vorbote für das allgemeine Zinsumfeld. Steigen die Zinsen dort, dann steigen sie etwas verspätet auch bei Krediten, wie für Immobilien, Firmen oder Konsum. Ein höheres Zinsniveau lässt in der Folge die Preise steigen, da die Finanzierungskosten auf die Endpreise von Waren und Dienstleistungen aufgeschlagen werden. Daraufhin wird es riskant, denn die spendierfreudigen Zentralbanken müssen auf steigende Preise reagieren. Erfahren Sie mehr über die Inflation (hier).

DAX, Tageschart, Stand 13.993 Punkte

Schon seit einer geraumen Zeit geht es am Aktienmarkt nur noch um wenige trendige Aktien, die den Gesamtmarkt ziehen. Doch auch diese Werte haben nun ein Kursniveau erreicht, an dem nur noch hochspekulative Investoren oder unerfahrene Privatanleger zugreifen. Wie eingangs beschrieben, wäre der Aktienmarkt niemals in diese Höhen geklettert, wenn es die stimulierenden Hilfen der (angeblichen) Währungshüter nicht gegeben hätte. Die Zentralbanken bekommen jedoch nun Probleme.

Im obigen Tageschart des DAX ist in den letzen Wochen eine wichtige Entwicklung zu erkennen. Die Luft oberhalb von 13.790 Punkten ist dünn. Neue Käufer tun sich schwer, oberhalb der grünen horizontalen Linie in Aktien zu investieren. Die Kursbewegungen seit Ende 2020 lassen sich als Umkehrmuster interpretieren (hellblauer Bereich).

In den kommenden Tagen und Wochen sollte sich die Meinung an den Börsen drehen. Mehr Anleger werden sich mit Risiken beschäftigen wollen. Die Medien werden negative Nachrichten verkünden müssen, die einen Schatten auf den Aktienmarkt werfen werden. Plötzlich wird das Verkaufen von Aktien eine Option sein. Kurse oberhalb von 14.000 Punkten sollten von nun an schwer zu halten sein.

Short Signal ID 2913

Der DAX sollte in Kürze wieder die grüne Linie bei 13.790 Punkten ansteuern. Sie ist der Signalgeber (mehr erfahren) für die weitere Entwicklung am Aktienmarkt. Ein Rückfall unter diese wichtige Linie wird eine Trendwende an den Börsen einleiten, und die viel zu lange andauernde Haussebewegung beenden. Ein Rutsch unter die Marke bei 13.790 Punkten aktiviert das übergeordnete Kursziel bei 13.315 Punkten.

Eine Müdigkeit macht sich am Aktienmarkt breit. Die Kursbewegungen der letzten Wochen zeigen einen Stillstand auf dem aktuellen Niveau. Es dürfte nicht mehr lange dauern, dass aus den wartenden Anlegern verkaufswillige werden. Eine immer größere Anzahl an abgebenden Marktteilnehmern wird eine Verkaufswelle lostreten.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Inflation und Deflation sollten Sie verstehen (mehr erfahren)

 

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