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Den Anlegern vergeht die Lust am Aktienkauf. Das ist auch nicht verwunderlich, da es extrem viel Mut braucht, um auf diesem DAX-Niveau noch die geforderten Wertpapierpreise zu bezahlen. Aktien sind einfach sehr teuer. Allein die gebetsmühlenartigen Wiederholungen, dass billiges Geld die Kurse treibt, zieht nicht mehr. Wer kann und möchte, der nimmt lieber Gewinne mit und kehrt dem Aktienmarkt den Rücken. Im Moment spielt die Musik woanders.

Der Aktienmarkt hat eine gute Zeit hinter sich. Zuerst waren Aktien alternativlos, weil die Zinsen im Keller sind. Dann waren Dividenden der neue Zins. Wenn schon keinen Ertrag auf das Sparbuch, dann wenigstens einmal im Jahr eine Gewinnbeteiligung erhalten, wenn man Aktionär ist. Immer mehr Marktteilnehmer (und die, die es ursprünglich noch nicht waren) folgten den süßen Rufen der Börse. Mehr Geld floss in den Aktienmarkt, die Kurse stiegen weiter und der DAX markierte ein Allzeithoch. Die Nachrichten wurden positiver, mehr Anleger machten Geld locker, mehr Kapital floss in Aktien. Noch höher stieg der Index.

DAX, Stundenchart, Stand 14.004 Punkte

Manch ein Anleger möchte auf ewig diesen Kreislauf beibehalten. Immer schneller soll sich das Zusammenspiel von Aktien und steigenden Kursen drehen und dabei die Wertpapierkäufer wohlhabend machen. Doch die Sache hat einen Hacken. Die Parameter ändern sich und dadurch verändern sich Chancen und Risiken.

Waren Aktien vor 10 Jahren noch günstig, dann ist das nach der Liquiditätsrallye anders. Und obwohl die Coronakrise das gesellschaftliche Leben eingeschränkt und die Handelsbeziehen zwischen den Staaten gelähmt hat, ist diese außergewöhnliche Krisensituation an der Börse völlig spurlos vorbeigegangen. Dies ist ein klares Indiz für die Irrationalität im Markt, die sich am Ende langer Haussephasen zeigt.

In der Zwischenzeit haben sich neue Bereiche entwickelt, die ebenfalls von institutioneller Seite Aufmerksamkeit erhalten und Kapital aus dem Markt ziehen. Der Kryptomarkt ist stark gewachsen und wie sich gerade zeigt, interessieren sich sowohl Unternehmen als auch Privatanleger für das digitale Geld. Manche nutzen Bitcoin als Ersatz für Gold zum Schutz vor einer Geldentwertung (mehr erfahren). Andere sind fasziniert von der Blockchain Technik.

Short Signal ID 2911

Zehnjährige US-Staatsanleihen lassen die Herzen der Investoren gerade höher schlagen. Mit strammen Schritten geht es aufwärts auf 1,3 Prozent. Das ist zwar noch immer ein niedriges Niveau, aber vor einem Jahr gab es hier nur die Hälfte zu verdienen. Die Richtung stimmt jedoch, was manch einen Investor bereits mit der 2 Prozent Marke liebäugeln lässt. Auch hier ist diese Entwicklung schädlich für Aktien, da sie Kapital der Anleger zum Anleihemarkt lenkt.

Der DAX kommt kurzfristig an der Marke bei 14.130 Punkten nicht weiter. Anleger nehmen Gewinne mit. Der Kursrückgang lässt den Index heute auch unter 14.020 Punkte sinken, was ein Schwächesignal ist. Wären echte Käufer vorhanden, dann hätte diese Zone verteidigt werden müssen. Unterhalb von 14.020 Punkten sollte der Kursrückgang bis 13.943 Punkte, dann 13.900 Punkte und später auch 13.805 Punkte andauern.

Zu sehr haben die Anleger auf immer weiter steigende Kurse bei Aktien gehofft. Doch an den Börsen spielt nicht immer die gleiche Musik. Derzeit haben sich die Anleger Kryptowährungen (zum Beispiel IOTA) ausgesucht, in die sie anlegen wollen. Große Marktteilnehmer fokussieren sich auf Staatsanleihen, sodass das Interesse an Aktien abnimmt.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Tradingsignale: So geht’s (mehr erfahren)

 

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