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Der Aktienmarkt hat sich von der Realität abgekoppelt. Rekordstände, soweit das Auge blickt. Jede noch so kleine Chance auf eine Korrektur wird sofort mit wilden Käufen beantwortet und damit im Keim erstickt. In Ermangelung negativer Nachrichten tendieren Marktteilnehmer dazu, jeden Kursrückgang zu kaufen. Zudem ist ein Wettlauf um das Schuldenmachen entstanden. Staaten und Zentralbanken überbieten sich mit immer neuem Geld, das seinen Weg an die Börse findet.

Ob US-Konjunkturpaket oder Corona-Hilfen, das Geld sitzt überall locker. Nicht, dass Staaten und Notenbanken dieses Geld zur Verfügung hätten, doch wenn man wie eine Notenbank an der Quelle sitzt, dann erschafft man sich frisches Kapital. Einfach so aus dem Computer. Man betitelt dies auch als Geld drucken (mehr erfahren). Staaten zögern ebenfalls nicht. Sie verschulden sich. Aus der Bevölkerung regt sich kaum Widerstand, denn wer würde sich Hilfsmaßnahmen in den Weg stellen wollen. Somit zeigt sich ein Umfeld, in dem Geld kein Problem darstellt.

DAX, Tageschart, Stand 14.049 Punkte

Jedes neue Geld liegt dann nicht in irgendwelchen Tresoren, sondern findet seinen Weg in die Wirtschaft (mehr erfahren). Unternehmen und Staaten werden gestützt, indem ihre Anleihen bereitwillig von den Zentralbanken aufgekauft werden. Unternehmen profitieren von den Hilfeleistungen der Staaten. Ein Teil dieses Geldes fließt in Wertpapiere oder aktuell in Bitcoin. Es ist ein regelrechter Wettlauf (besonders unter US-Unternehmen) entstanden, in der neuen Kryptowelt mitmachen zu wollen. Der Finanzmarkt profitiert von dem frischen Geld. Wenn Bürger Coronahilfen erhalten (Kinderbonus oder Konsumschecks (USA)), dann landet auch ein Teil davon am Aktienmarkt, wie die Entwicklung bei Anlegern von Robinhood und Wallstreetbets gezeigt haben. Solange neues Geld nachkommt, solange steigen auch die Kurse an den Börsen.

Der DAX zeigt sich daher resistent gegenüber sinkenden Notierungen. Die letzten drei Handelstage konnte der wichtige Preisbereich bei 13.900 Punkten verteidigt werden. Am Donnerstag und Freitag schloss der Index in der Nähe des Tageshochs. Das sind positive Signale. Was auch immer im derzeitigen Marktumfeld geschehen mag, wenn die Kurse nachzugeben drohen, dann eilen sofort Käufer in ausreichender Zahl heran, um den Trend wieder nach Norden zu drehen. Sinkende Kurse werden als Kaufgelegenheit interpretiert, obwohl die Aktienpreise sehr hoch sind.

Short Signal ID 2905

In der neuen Woche ist das Augenmerk auf die Kursmarke bei 13.900 Punkten zu legen. Solange diese graue Linie im obigen Chartbild verteidigt werden kann, der DAX also darüber verbleibt, solange sind die Chancen für den Index auf der Oberseite zu favorisieren. Ein weiteres Mal sollte der Index ein neues Allzeithoch erzielen und somit die grüne steigende Trendlinie bei ca. 14.400 Punkten erreichen. Wie es in vorherigen Phasen der Fall war, sollte der Index nach dem Kontakt mit der besagten grünen Linie abprallen und etwas zu sinken beginnen. Das Abwärtsziel lautet daraufhin 13.900 Punkte.

Viele erfahrene Marktteilnehmer sind sich einig, dass das aktuelle Kursniveau an den Börsen keinesfalls den Realitäten entspricht. Doch solange die Quelle des neuen Geldes nicht versiegt, solange Anleger Aktien als einzige mögliche Anlageform wahrnehmen, solange befinden sich die Käufer in einer besseren Position. Im Zweifel tendiert der Aktienmarkt deshalb nach Norden.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit neuen DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Lernen Sie das Indikatoren-Trading kennen (mehr erfahren)

 

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