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Erfahrene Marktteilnehmer kennen die vielen Meldungen zur Commerzbank bereits. Seit Jahrzehnten schon sind die Mitteilungen immer dieselben. Man habe die Probleme erkannt und werde sie verbessern. Dafür schließt man Filialen und entlässt Mitarbeiter. Ist das eine Sparprogramm abgespult, dann folgt schon das Nächste. Warum? Weil sich die Bank nicht weiterentwickelt. Da hilft auch stärkere Medizin nicht, wie der Blick auf den Aktienkurs zeigt.

Vor 10 Jahren, damals notierte die Commerzbank-Aktie noch bei 50 Euro, befand man sich unter dem Schock der Finanzkrise (mehr erfahren). Schnell folgte die Eurokrise, in der mit allen Mitteln versucht wurde, Banken und Staaten vor einer Pleite zu retten. Damals schon wankte die Commerzbank im Wind. Umgefallen ist sie nicht, da sie vom Staat gestützt wurde. Seitdem gibt es immer wieder auch Gerüchte über mögliche Fusionen. Mit jemandem zusammenkommen ist sie nicht.

Commerzbank, Tageschart, Stand 5,12 Euro

Seitdem die Zinsen niedrig sind, sagt man den Banken eine schwere Zeit voraus. Dabei schneiden europäische Banken deutlich schlechter ab, als zum Beispiel US-Banken, obwohl es in Amerika ebenfalls ein tiefes Zinsniveau gibt. Andere Banken machen scheinbar Dinge anders.

Die Commerzbank hat die technische Entwicklung verschlafen. Fast jeder Bürger trägt ein Smartphone mit sich rum. Sozusagen trägt er die Bank mit sich. Was man alles hätte erreichen können, wenn man diese Menschen rechtzeitig an sich gebunden hätte. Stattdessen wollte man noch immer „beraten“ und den Kunden in die Filiale bitten. Kunden wollen das aber nicht.

Für das Jahr 2020 wurde ein Verlust von 2,8 Mrd. verbucht und erneut werden wieder Filialschließungen angekündigt. Natürlich fehlt bei all den Sparmaßnahmen nicht der Hinweis auf eine baldige Dividende. Die Aktionäre will man bei der Stange halten. Erfahrene Marktteilnehmer haben solche Nachrichten schon zuhauf gehört. Was bringt dem Anleger eine mögliche Dividende, wenn der Aktienkurs immer tiefer sinkt.

Der Aktienkurs hatte sich zu Beginn des Jahres in eine gute Position gebracht, als die fallende Trendlinie (lila) übersprungen werden konnte. Doch mit den schlechten Nachrichten zusammen wird dieser Ausbruch wieder zurückgenommen. Es geht abwärts. Zunächst wurde die Unterstützungslinie bei 5,30 Euro aufgegeben und unterhalb von 5,20 Euro ist auch die besagte Trendlinie unterschritten worden. Damit haben sich die Hoffnungen der Aktionäre in Luft aufgelöst. In Kürze sollten Anleger mit einer Abwärtsbewegung bis zum Kursziel bei 4 Euro rechnen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. IOTA ist eine kluge Zukunftstechnologie (mehr erfahren)

 

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