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Die SAP-Aktie fiel stark. Sie kam infolge der Impfstoffhoffnungen an den Märkten wieder zurück, doch diese Gegenbewegung blieb weit hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer zurück. Einige Anleger werden nun unruhig, denn der Aktienkurs ist noch immer fern des ehemaligen Niveaus. Investoren halten sich auffällig zurück. Dies lässt den Rückschluss zu, dass diese Aktie auf diesem Kursniveau uninteressant ist. Diese Zurückhaltung sollte folgendes Kursziel auf den Plan rufen.

Als der Aktienkurs von SAP zu Beginn des Novembers stark nachgab, da waren einige Käufer sofort zur Stelle. Für 90 Euro, so schien es, sei diese Aktie ein Schnäppchen. Viele erwarteten nur eine kurze Delle. Tatsächlich jedoch, und dieser Fehler passiert vornehmlich den Privatanlegern, sind die Rahmenbedingungen nicht mehr dieselben. Die SAP-Aktie wurde an den Märkten über den Sommer mit 135 Euro gehandelt. Jetzt wurden die Unternehmensprognosen etwas zurückgenommen. In der Aktie ist sozusagen nicht mehr dasselbe drin. Der Vergleich mit dem alten Preis hinkt.

SAP, Tageschart, Stand 99,42 Euro

Ebenfalls von Bedeutung ist Beurteilung des Aktienkurses. Es ist ja kein relativer Wert, in der Form, dass es einen fairen Preis geben würde. Wenn also ein Unternehmen diese Gewinne erzielt, dann ist dieser Preis angemessen. An der Börse wird nur spekuliert. Jeder Marktteilnehmer kommt da auf eigene Kursziele und rechtfertigt sein Handeln. Der eine Käufer bezahlt 90 Euro für eine Aktie und jemand anderes verkauft diese. Beide sind sich einig. Der neue Besitzer wartet, bis der Aktienkurs auf 100 Euro angestiegen ist, und verkauft diese an jemand Dritten, der glaubt, für diesen Preis ist die Aktie günstig. An der Börse braucht es immer nur zwei Teilnehmer, die sich über den Preis einig werden, mehr nicht. Alle sonstigen Begründungen sind allein für die Beruhigung der Anlegernerven.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt eine schwache Reaktion der SAP-Aktie auf den Kurseinbruch Anfang November. Die satte Kurslücke zu 124 Euro wurde nicht geschlossen. Das Interesse der Anleger ist trotz Impfstoffeuphorie an den Märkten zu gering. Da auch die Widerstandslinie bei 104 Euro (blaue Linie) nicht überwunden werden konnte, werden nun die Aktionäre unruhig.

Gleich zwei Gruppen kommen jetzt unter Zugzwang. Diejenigen, die den ersten Rutsch verpasst haben, sagen sich lieber jetzt raus, bevor die Aktie wieder abrutscht. Und auch die Schnäppchenjäger, die sich Hoffnungen auf eine günstige SAP-Aktie gemacht haben, sehen, dass das Papier nicht zu alten Kursen ansteigen kann. Auch sie werden nervös und wollen lieber ihr Geld zurück. Auch sie spielen mit den Gedanken, ihre Aktien zu verkaufen.

Mit jedem Tag, an dem der Kurs die Widerstandslinie bei 104 Euro bezwungen kann, steigt das Risiko einer neuen Verkaufswelle. Beide zuvor genannten Gruppen werden sich von ihren Aktien trennen wollen. Eine schwache Aktie lockt zudem Hedgefonds und Leerverkäufer, die an sinkenden Kursen profitieren wollen. Alle gemeinsam üben dann Druck auf den Aktienkurs aus, der dann stärker nachgeben muss. Ein neues Verlaufstief bei 84 Euro ist daraufhin wahrscheinlich.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wohin tendiert der DAX? (mehr erfahren)

 

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