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So schnell kann es an der Börse gehen. Noch Anfang November galt BioNTech als Vorreiter in der Impfstoffentwicklung, weil man als erstes Unternehmen ein wirksames Mittel vorstellen konnte. Anleger und Investoren waren begeistert und kauften Aktien. Zum Nachdenken war wenig Zeit. Doch dann zeigten sich auch die Nachteile des Impfstoffs. Transport und Lagerung des Medikaments ist kompliziert. Zudem schläft die Konkurrenz nicht. Der Aktienkurs bricht daher ein und das deutlich stärker als erwartet.

Die Sache mit neuen Produktentwicklungen ist kompliziert. Das ist nicht nur bei dem Gegenmittel von Pfizer und BioNTech der Fall. Diejenigen, die als Erster mit einem Impfstoff aufwarten, die werden begeistert gefeiert. Auch, weil der Lockdown all die Ordnung der Staaten durcheinanderbringt. Die Welt (Wirtschaft) funktioniert nur, wenn sie ständig wächst (mehr erfahren) und das kann sie nicht, wenn die Läden geschlossen sind und die Menschen zu Hause sitzen. Zwar flüchten die Konsumenten in den Onlinehandel, doch diese Unternehmen kompensieren nicht die Verluste von Arbeitsplätzen und Einkommen in den anderen Branchen. Mit diesem Hintergrund ist die fulminanter Reaktion der Aktienmärkte verständlich, als die Nachricht über das Mittel gegen Corona verkündet wurde.

BioNTech, Tageschart, Stand 75 Euro

Der Aktienkurs von BioNTech reagierte in der letzten Woche überschwänglich, dann stockte der Anstieg. In der Analyse „BioNTech: Wie geht es weiter?“ wurde auf einen Kursrückgang hingewiesen, da der Kurs an einer oberen Begrenzungslinie eines Trendkanals angekommen war. Dieser Rückgang des Preises setze wie erwartet ein, doch er fällt deutlich stärker aus, als angenommen.

Die Verkaufsbereitschaft der Anleger hat überraschend zugenommen, weil der Konkurrent Moderna auch einen Impfstoff vorgestellt hat. Diese soll wirksamer und dabei einfacher in der Lagerung sein. Damit geriert der Impfstoff von BioNTech in eine schlechtere Position. Dabei sind beide Mittel noch nicht fertig entwickelt, aber die Marktteilnehmer malen sich die Welt aus, wie sie es sich wünschen.

Das Auftreten des Konkurrenzproduktes hat das Chartbild stark verändert. Der Aktienkurs ist jetzt bis zur unteren Begrenzungslinie bei 73 Euro gefallen. Hier wird es kritisch. Wenn die BioNTech-Aktie die Kurve kriegen möchte, dann muss das genau jetzt gelingen. Die Lage ist kritisch. Nur eine starke große Tageskerze wird die Käufer wieder auf den Plan rufen.

Ansonsten kann es passieren, dass der Aktienkurs unterhalb von 72 Euro fällt. In diesem Fall wäre der Preis außerhalb der unteren Begrenzungslinie gerutscht. Das wäre eine steile Vorlage für viele Aktionäre ihre Anteile zu verkaufen, bevor die Kurs noch weiter sinkt. Das Abwärtspotenzial, welches dann aktiviert wäre, lässt ich bei 50 Euro angeben. Das wäre zu dem heutigen Aktienkurs ein heftiger Verlust. Jetzt gilt es, aus der Sicht der optimistisch eingestellten Marktteilnehmer, alles zu geben, damit solch ein Trendbruch nicht auftritt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Was Sie schon immer über Geld wissen wollten (mehr erfahren)

 

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