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Der DAX steigt rasant, nachdem sich die Coronasorgen der Anleger in Luft aufgelöst haben. Die Hoffnung auf ein Gegenmittel, welches zwar noch nicht da ist, aber schon bestellt und verkauft wird, lässt alle Hemmungen fallen. Aktien werden jetzt gierig und zu jedem Preis gekauft, denn wenn die Konsumenten wieder Geld ausgeben werden, dann wollen die Anleger mit ihren Aktieninvestments profitieren. Die Erleichterungsrallye ist deshalb in vollem Gange, doch der Anstieg klemmt.

An der Börse erhält der erste Käufer die günstigsten Preise. Er trägt bekanntlich auch ein höheres Risiko. Wer später in den Markt kommt, muss sich mit gestiegenen Kursen abfinden. In dem Moment, als sich die Nachricht über den Impfstoff von Pfizer und Biontech verbreitete, sprang der DAX so außergewöhnlich stark an, dass es einfach nur extrem gewesen ist. Vermutlich wird dieser Montag (9. 11. 2020 um 12:45 Uhr) in die Geschichte eingehen. Auffällig ist, dass der DAX schon zuvor stark zugelegt hat, aber das verlief unter dem Radar. Am letzten Tag im Oktober 2020 notierte der Index im Tief bei 11.450 Punkten. Keine zwei Wochen später ist der DAX fast schon bei 13.300 gewesen (es fehlten 3 Punkte). Solch heftige Bewegungen sind an der Börse nicht gesund, dennoch ist die Euphorie nicht zu bremsen..

DAX, Tageschart, Stand 13.076 Punkte

Die Medien malen die ganze Woche schon ein positives Bild von den Börsen. Sie reden von Chancen und Jahresendrallye, und obwohl die Stimmung nicht besser sein kann, kommt der Index nicht voran. Interessanterweise war mit dem Peak an dem besagten „Magic Monday“ das Hoch der Handelswoche markiert worden. Noch einmal kam der Index nicht an dieses Hoch heran. Wollen hier etwa Marktteilnehmer ihre Aktien in die Euphorie hinein verkaufen?

Für eine überwiegende Zahl an Anlegern scheint ein neuer Anstieg des DAX nur eine Frage der Zeit zu sein. Und wie das an der Börse so ist, solch eine Entwicklung muss keinen Sinn ergeben, Hauptsache die Mehrheit der Anleger kauft Aktien. Dann steigen auch die Kurse. Ein vom Markt beachtetes Kursziel lautet 13.460 Punkte. Um dies zu erreichen, gibt es zwei Wege. Welche Richtung der DAX favorisieren wird, lässt sich leicht an zwei Marken ablesen. Steigt der DAX gleich zu Wochenbeginn über 13150 Punkte, dann werden die Käufer Nägel mit Köpfen machen und einen sofortigen Kursanstieg erzwingen.

Kommt der DAX zu Wochenbeginn unter Druck und unterschreitet das letzte Verlaufstief bei 13.004 Punkten, dann wählt der Index den Weg über eine Korrekturbewegung. In diesem Fall geht es runter bis in den Bereich 12.720 Punkten (bei Nervosität käme auch 12.600 Punkte in Betracht) um dann einen rasanten Anstieg bis zur Marke bei 13.460 Punkten zu absolvieren.

Short Signal ID 2833

Die Erleichterungsrallye verläuft extrem und verklärt den Blick für die faire Bewertung der Marktverhältnisse. Der DAX hat sein Niveau, welches vor Corona existierte, bereits erreicht. Im Herbst 2019 notierte der Index eine lange Zeit auf dem aktuellen Kursniveau. Der Einbruch durch die Coronakrise kann daher als aufgeholt gewertet werden. Anleger, die heute Aktien kaufen, wollen jedoch mehr. Die Unternehmen sollen noch stärker Gewinne liefern als vor der Krise. Das klingt wenig überzeugend, doch zum Nachdenken fehlt den Anlegern gerade die Zeit. Sie sind erleichtert und reden sich Aufholpotenzial ein, wo keines ist.

Im weiteren Verlauf der Woche veröffentlichen wir neue DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S.: Wie investiere ich richtig? (mehr erfahren)

 

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