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Der DAX crasht. Manch ein Anleger schaut verwundert auf die Kursanzeige. Hatten doch viele gehofft, dass das billige Geld der Zentralbanken und die Annahme, die Aktienanlage sei alternativlos, die Kurse für immer oben halten würden. Diese Haltung hat sich als Irrtum herausgestellt. Unternehmen müssen wachsen und Gewinne erzielen, nur dann sind sie für den Investor interessant. Droht die wirtschaftliche Schrumpfung, dann beginnt die Flucht der Anleger. Das nächste Ziel ist aktiviert.

Der DAX kommt jetzt schwer unter die Räder. Besonders diejenigen, die in den letzten Wochen gekauft haben, die schauen jetzt verwundert. Auch diejenigen, die ihre Gewinne nicht realisiert haben, sehen jetzt ihre Felle davonschwimmen. Dabei, und das ist das Überraschende an der Börse, waren die Risiken ja bekannt. Die zweite Coronawelle hatte sich groß angekündigt. Die Folgen einer Einschränkung der Wirtschaft waren daher absehbar. Einen deutlichen Hinweis erhielten die Marktteilnehmer bereits durch unsere Nachbarländer, die mit deutlich höheren Infektionszahlen zu kämpfen haben und sich mit dem Thema Lockdown beschäftigen. Alles in allem droht ein neuer Stillstand, der wiederum Blessuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen wird. Und da Aktienkurse einen (scheinbaren) Wert eines Unternehmens ausdrücken, fallen diese jetzt deutlich.

DAX, Tageschart, Stand 11.732 Punkte

Wieder einmal ist die Überraschung groß an der Börse, wenn die Aktienkurse fallen. Das ist eine fast schon natürliche Reaktion der Anleger. Risiken werden solange ignoriert, bis andere zuerst verkaufen, der DAX dann stark fällt und damit die Gewinne der Anleger wieder zunichtemacht. Noch vor sieben Handelstagen übersprang der DAX kurz die 13.000 Punkte Marke. Nun ist es kaum zu glauben, dass derselbe Index kurz nach Handelseröffnung gar unter 11.700 Punkte gerutscht ist. Der Crash ist da.

An der Börse gilt das alleinige Ziel, Profite zu erwirtschaften. In der Regel gewinnen dabei die großen Marktteilnehmer gegen die Privatanleger (mehr erfahren). Am Anfang, wenn eine Rallye startet, wird von den institutionellen Anlegern nichts gesagt. Still und leise steigen die Kurse. Erst, wenn der DAX weit gestiegen ist, dann melden sich die Finanzhäuser zu Wort und beschleunigen den laufenden Anstieg. Und wenn ein Trend zu Ende geht, dann folgt die Distributionsphase. In der trommeln die großen Marktteilnehmer, unterstützt von den Medien, besonders laut zum Aktienkauf. Während dann die vorsichten Privatanleger die Hemmungen fallen lassen und sich ebenfalls entschließen Wertpapiere zu kaufen, wechseln die Aktien die Hände. Kurz darauf fallen die Kurse.

Im Juli dieses Jahres war der rasante Aufwärtstrend des DAX, der nach der ersten Coronawelle begonnen hatte, beendet. Der Bruch der lila Linie zeigt dies im obigen Chartbild an. Danach kam es kurzzeitig noch zu einem höheren Hoch, was die Marktteilnehmer veranlasst hatte zu glauben, der Trend ginge weiter. Dieser Moment ist für die Anleger meist verhängnisvoll, da er zwar einen gesunden Markt suggeriert, der wiederum kurz davor ist nachzugeben. Im Moment ist der Abverkauf in vollem Gange. Niemand beeilt sich jetzt, Aktien zu kaufen. Ohne Kaufinteresse sind die Verkäufer in der Überzahl und veräußern zu immer niedrigeren Preisen ihre Aktien. Der DAX sinkt.

Short Signal ID 2816

Mit der heutigen Eröffnung ist der DAX unter die wichtige Marke bei 11.950 Punkten gerutscht. Damit ist der Index aus einem fallenden Trendkanal herausgefallen. Dies signalisiert Schwäche, da an der unteren Begrenzungslinie keinerlei Stabilisierungsversuche unternommen wurden. Ohne eine Rückeroberung dieser Marke gibt es auf der Oberseite nichts zu holen. Käufer sollten daher vorsichtig agieren.

Solange der DAX unterhalb von 11.950 Punkten notiert, sollte der Abverkauf ungebremst weitergehen. Das nächste Kursziel ergibt sich aus dem Chartbild und liegt bei 11.562 Punkten. Und auch das ist nicht das Ende einer größeren Bewegung.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung an der Börse und melden uns mit neuen Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Das Analysesystem Indikatoren-Trading hilft (mehr erfahren).

 

 

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