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Die Curevac-Aktie hat nicht die Erwartungen der Anleger erfüllt. Viele, die nach dem Börsengang gekauft haben, sind im Minus. Damals lag der Preis bei 80 Euro. Mit jedem weiteren Handelstag rutsche der Aktienkurs jedoch weiter ab. Schnäppchenjäger und Nachkäufer beeilten sich, den gesunkenen Preis auszunutzen. Doch alle eilige Nachfrage half nichts, der Aktienkurs sank weiter. Viel zu häufig lassen sich Anleger über den Preis einer Aktie leiten, doch das ist ein Fehler.

An der Börse ist nichts greifbar. Was heute gut ist, kann morgen schon wieder gemieden werden. Unternehmenszahlen können als hoffnungsvoll interpretiert oder aber auch abgestraft werden. Immer liegt die Einschätzung im Auge des Betrachters. Auch beim Börsengang des Biotechunternehmens Curevac waren die Hoffnungen groß. Zudem wurde medial dem Unternehmen viel Aufmerksamkeit geschenkt, was sich als übertrieben herausstellen sollte. Ein kleines Unternehmen wurde gehypt und legte einen viel zu teueren Marktstart hin.

Curevac, Tageschart, Stand 43,20 Euro

Bei der Curevac-Aktie waren Käufer direkt nach dem Börsengang bereit satte 80 Euro zu bezahlen. Das war ein unglaublicher Preis. Heute kostet eine Aktie 43 Euro und niemand hat es mehr eilig. An dieser Entwicklung erkennt man besonders gut, dass sich Anleger nicht von einer Euphorie leiten lassen sollten.

In der Analyse „Curevac: 400 % Gewinn und dann?“ wurde auf diese Situation eingegangen. Es hieß:

Wer heute Curevac Aktien für fast 80 Euro erwirbt, der braucht jemand anderen der bereit ist, mehr dafür hinzulegen. So funktioniert die Börse. Jemand kauft Wertpapiere, in der Hoffnung, diese für einen höheren Preis weiterzuverkaufen. So funktioniert auch ein Börsengang. Bei einem Initial Public Ofenring (IPO), so wird der Börsengang auch genannt, geht es allein darum, die Wertpapiere des Unternehmens zu Geld zu machen (mehr erfahren).

Im obigen Chartbild ist die derzeitige technische Lage gut zu erkennen. Erst bei Kursen um die 40 Euro kam es zu einer Beruhigung der Abwärtsbewegung. Anders als sich das manch ein Aktionär gewünscht hat, kommt es bisher nicht zu einer Aufwärtsbewegung. Solange der Kurs unterhalb von 48 Euro verbleibt, sollte es keine Hoffnungen auf steigende Notierungen geben.

Auf der Unterseite lauern jedoch Gefahren. Trotz des gesunkenen Preises birgt das Investment in die Curevac-Aktie Risiken. Alles steht und fällt mir der Entwicklung eines Gegenmittels gegen das Covid-19-Virus. Das Warten auf Ergebnisse kann manch einen Anleger nervös machen, der dann bereit ist, seine Aktien zu verkaufen. Halten sich dann gleichzeitig auch die Käufer zurück, dann sinkt der Preis weiter. Ein Preis ist nur eine Abmachung zwischen zwei Partnern, die ein Geschäft abschließen. Mehr nicht. Daher kann der Aktienkurs weiter nachgeben, obwohl schon halbiert, und ein Preisbereich bei 36 Euro ansteuern. Anleger sollten mit Bedacht vorgehen.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Kann man Geld lesen? (mehr erfahren)

 

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