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Der DAX taumelt zwischen Angst und Gier. Die Marktteilnehmer sind sich den Sorgen der Börsen zwar bewusst, trotzdem werden die Risiken ignoriert. Weder ist der Streit unter den Großmächten China und USA ausgestanden, noch zeichnet sich die Überwindung der Coronakrise ab. Weitere Unsicherheiten wie die kommende US-Präsidentschaftswahl oder der unkontrollierte Brexit sind weitere Baustellen. Während es genügend Gründe gibt, dem Aktienmarkt den Rücken zu kehren, nimmt die Nachfrage nach Aktien nicht ab. Anleger klammern sich an das Prinzip Hoffnung.

Es gibt zwei wesentliche Faktoren, die das Börsengeschehen stark beeinflussen. Zu einem ist die Geldflut der Zentralbanken eine extrem starke Hilfe, die ständig für stabile Verhältnisse am Finanzmarkt sorgt. Fallen Unternehmen nicht um, müssen sie also keine Insolvenz anmelden, besteht aus Sicht der Investoren auch kein Grund an der Stärke der Wirtschaft zu zweifeln. Dies wiederum fördert das Interesse der Marktteilnehmer, die am potenziellen Wachstum verdienen wollen. Zum anderen fehlt den Marktteilnehmern die Alternative zum Aktienmarkt. Wohin mit dem Geld (mehr erfahren), wenn nicht an die Börse, so die Denkweise vieler. Es verwundert daher kaum, dass die Mittelzuflüsse in ETF-Fonds nicht nachlassen. Wer etwas Geld zum Anlegen hat, der gibt es den Fonds und die kaufen damit Wertpapiere. Die Nachfrage nach Wertpapieren bleibt somit stabil. Andere Anleger, die bereits investiert sind, verkaufen ihre Aktien nicht. Trotz Corona und trotz der Unsicherheiten am Markt sagt sich diese Gruppe, sie wüsste ja nicht wohin mit dem freiwerdenden Kapital. Also bleiben sie investiert, was wiederum fallende Kurse erschwert.

DAX, Stundenchart, Stand 12.908 Punkte

Die Börse ist jedoch ein Ort, der irrational ist. Auch wenn die Anleger der Meinung sind, der Markt könne gar nicht fallen, weil ihnen die Zentralbanken mit frischem Geld und die Staaten mit Konjunkturhilfen ständig zu Hilfe eilen werden, kann es anders kommen. Letztendlich geht es an der Börse um das Geld verdienen (mehr erfahren). Und wenn Marktteilnehmer das Gefühl haben, dass es sich lohnt jetzt Wertpapiere zu verkaufen, um diese in der Zukunft günstiger wieder zu erwerben, dann ist das ein einleuchtender Plan. Dieser Gedankengang ist deshalb nachvollziehbar, da die ständige Nachfrage nach Aktien diese im Preis teuer gemacht hat. Wer heute Wertpapiere kauft, der zahlt zu viel. Besonders hier scheiden sich die Gemüter. Privatanleger achten selten auf die Bewertung eines Unternehmens, sondern lassen sich durch mediale Berichterstattung und über das Prinzip Hoffnung leiten.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, wie der DAX im Stundenchart zur Schwäche neigt. Trotz häufiger Bemühungen wieder den Anschluss nach Norden zu finden, kommt der Index dennoch unter Druck und sinkt. Zwischenzeitliche Anstiege sind nicht von Dauer. Deshalb ist auch der unnatürlich steile Anstieg vom letzten Freitag mit Vorsicht zu genießen. Der Index ist durch den Kursverlauf am letzten Handelstag der Woche an die obere Begrenzungslinie des fallenden Trendkanals herangelaufen. Ein kurzzeitiges Überschießen wurde wieder zurückgenommen. Der DAX schloss unterhalb von 12.910 Punkten.

Short Signal ID 2804

In der neuen Woche ist mit einer Eintrübung der Nachrichtenlage zu rechnen. Es gibt derzeit wenig Gründe, die für den Aktienmarkt sprechen, jedoch viele dagegen. Es sollte daher nicht verwundern, wenn der DAX gleich zu Wochenbeginn unter Verkaufsdruck kommt. Jede Notierung unterhalb von 12.910 Punkten ist besorgniserregend und führt, über kurz oder lang, zu nachgebenden Kursen. Das Kursziel lautet weiterhin 12.450 Punkte.

Weitere Kursziele für den DAX kommunizieren wir, nachdem dieses erste Ziel erreicht wurde. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wohin steuern die Indizes? (mehr erfahren)

 

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