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Der DAX befindet sich die gesamte Handelswoche in schwerem Fahrwasser. Käufer halten sich auffallend zurück, was im aktuellen Marktumfeld auch nicht verwundern sollte. Die Corona-Infektionszahlen nehmen stark zu, was Anleger verunsichert und Sorgen vor einem neuerlichen Lockdown aufkommen lässt. Gleichzeitig platzt die Börsenhausse, was ständig neue Tiefs beim Index produziert und weitere Verkäufer auf den Plan ruft. Der Rutsch unter 12.500 Punkte hat das Chartbild eingetrübt.

An der Börse ist Sonnenschein und Regenwetter nahe beisammen. Noch vor wenigen Monaten war die Laune an den Aktienmärkten bestens und man überbot sich mit immer höheren Kurszielen. Die Medien erklärten, warum Anleger in Aktien investieren müssen und warum überhöhte Preise doch normal seien. In solchen Phasen steigen die Kurse stark und kaum jemand kann sich nachgebende Notierungen vorstellen. Erst Anfang September notierte der DAX noch im Hoch bei 13.460 Punkten. Heute sind es schon 1.000 Punkte weniger und die Verwunderung unter den Marktteilnehmern ist groß.

DAX, Tageschart, Stand 12.412 Punkte

Die Schwäche am Aktienmarkt hatte sich angekündigt. In der Analyse „DAX: Die Party ist vorüber“ wurde auf die kritische Situation im Chartbild hingewiesen. Von großer Bedeutung war die Kurszone bei 12.450 / 12.500 Punkten. Heute kommt es zu der Aufgabe dieser wichtigen Linie.

Im obigen Wochenchart ist die Bedeutung der Kurszone bei 12.450 / 12.500 Punkten gut zu erkennen. Es geht um die Aufgabe der steigenden Trendlinie (grüne Linie) in der Bildmitte. Sie wird im heutigen Handel gebrochen, nachdem zuvor die Formation „steigender Keil“ (blaue Linien) ein Ende der langen Anstiegsphase angekündigt hatte. Mit dem heutigen Rückgang ist auch in einer größeren Zeitebene ein Aufwärtstrend verlassen worden. Zuvor hat der DAX bereits im Stunden- und auch im Tageschart seine steigenden Trendlinien aufgegeben.

Dies sind alles wichtige Informationen, dass sich die Marktteilnehmer aus dem Aktienmarkt zurückziehen. Je länger Anleger jetzt abwarten, weil sie sich die guten alten Zeiten zurückwünschen, umso tiefer sinken die Kurse. Gewinne schmelzen dahin, Verluste werden größer. An der Börse ist sich jeder Anleger selbst der Nächste. All die Lockrufe der letzten Wochen und Monate hatte allein den Zweck eine Drucksituation aufzubauen (Gefühl des Zuspätkommens) und die unerfahrenen Anleger in den Markt zu ziehen. Diese kauften die teuren Aktien der Profis und nun fallen die Kurse. Solch ein Vorgang nennt sich Distributionsphase (mehr erfahren).

Short Signal ID 2786

Für positiv eingestellte Marktteilnehmer hätte die Aufgabe der Kursmarke bei 12.500 Punkten nicht passieren dürfen. Noch ist die Handelswoche nicht zu Ende, aber die Wahrscheinlichkeit für einen Schlußkurs unterhalb dieser Marke ist hoch. Mit solch einem Bruch wird ein neues Kursziel aktiviert werden, welches die Märkte in Angriff nehmen werden. Unter der Bedingung, dass die Schlüsselmarke bei 12.500 Punkten nicht zurückerobert werden kann, sollte der DAX in den nächsten Wochen deutlich nachgeben. Sinkende Kurse haben ein Ziel von 11.300 Punkten.

Für manch einen Anleger mag dieses Ziel weit entfernt klingen, und daher als unmöglich erachtet werden, doch das sind nur 1.100 Punkte Abstand zum aktuellen Kurs. Solch eine Strecke kann der DAX sehr schnell zurücklegen, wie der Blick auf den Kursverlauf im September zeigt.

Am Wochenende veröffentlichen wir wieder den DAX-Ausblick für die nächste Woche. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Trends erkennen: Im Tageschart Short (mehr erfahren)

 

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