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Der DAX wirkt wie eingeschlafen. Seit Tagen steht der Index still, ohne das sich eine Marktgruppe durchsetzen kann. Der heutige Tag beginnt mit Hoffnung. Am Abend verkündet nämlich die US-Notenbank FED ihre weitere Geldpolitik und da haben die Investoren bereits Erwartungen. Notieren die Kurse im Vorfeld solch marktbewegender Ereignisse hoch, dann ist auch der Raum für Enttäuschungen groß. Die Ruhe der letzten Tage hat ja ihren Grund.

An der Börse hat sich die Formel, billiges Geld gleich steigende Aktienkurse (mehr erfahren), fest in den Köpfen der Anleger verankert. Seit Jahren werden Milliarden bereitgestellt, damit Unternehmen nicht in Not geraten, damit Kredite leicht vergeben werden und vor allem, damit das Vertrauen in die Fähigkeiten der Geldhüter erhalten bleibt. Sofern man die Kursentwicklung an den Börsen als Maßstab nimmt, dann war die Arbeit der US-Notenbank erfolgreich gewesen. Nur der Wirtschaft und den Arbeitnehmern hat ihre Arbeit nicht geholfen. Unrentable Unternehmen sind noch auf den Beinen (Stichwort: Zombifizierung) und nehmen den gesunden Firmen die Umsätze weg.

DAX, 15-Minuten-Chart, Stand 13.252 Punkte

An der Börse kommen Marktteilnehmer mit ihren Hoffnungen und Ängsten zusammen. Die Käufer hoffen auf Profite. Die Verkäufer haben Sorge um ihre dahinschmelzenden Kursgewinne oder die größer werdenden Verluste. Wenn der deutsche Leitindex auf der Stelle tritt, dann, weil keine dieser beiden Gruppen dominieren kann. Dieser Zustand wird sich bald ändern.

Will man die aktuelle Seitwärtsphase bewerten, dann kann ein Blick auf die Kursbewegung geworfen werden, welche vor dieser Ruhephase stattgefunden hat. Der DAX befindet sich nämlich in einer Korrekturbewegung auf die Verluste vom Anfang September. Damals fiel er von 13.460 Punkten auf 12.760 Punkte. Diese rasante Abwärtsbewegung wird nun korrigiert. Diese Phase kommt im Bereich bei 13.200 / 13.220 Punkten zum Erliegen. Kleinere Ausbrüche scheitern immer wieder bei 13.300 Punkten.

Die wichtigen Kursmarken ergeben sich nun mit dem Blick auf das obige Chartbild. Der DAX befindet sich aktuell an der Widerstandslinie bei 13.250 Punkten. Im Rahmen des positiven Handelsstarts heute kann es kurzzeitig zu einem Ausbruch kommen, der dann den Preisbereich bei 13.300 Punkten erreichen kann. Dieser Anstieg sollte jedoch wieder abverkauft werden. Solange der Index nicht aus dem Seitwärtskanal ausbrechen kann (hellblauer Bereich), sind sinkende Kurse zu favorisieren.

Short Signal ID 2779

Entscheidend ist die steigende Trendlinie (grün) in der Bildmitte, welche die laufende Aufwärtsbewegung visualisiert. Sobald diese aufgegeben wird, was bei Notierungen unter 13.200 Punkten spruchreif ist, dann erfolgt sofort ein Test der unteren Begrenzungslinie des Seitwärtskanals bei 13.130 Punkten. Naheliegenderweise sollte bei diesem erneuten Kontakt die Marke bei 13.130 Punkten gebrochen werden und damit sollte der DAX aus dem Trendkanal fallen.

Schnell kommt es dann zu Abgaben bis in den Bereich bei 12.950 Punkten. Nur ein Anstieg des DAX über die Kursmarke bei 13.300 Punkten würde sinkende Kurse unwahrscheinlich machen. Anleger sollten sich von der trügerischen Ruhe am Aktienmarkt nicht einlullen lassen. Übergeordnet ist die Börsenrallye bereits beendet.

Im Verlauf der Woche veröffentlichen wir neue DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. The Trend is your friend (mehr erfahren)

 

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