Service

Anleger kommen alle 10-12 Jahre in den Genuss einer Aktienblase. Sie ist für die Besitzer von Aktien eine besonders schöne Zeit, denn wie von Zauberhand klettern die Wertpapierkurse. Die Preise leuchten in grüner Farbe. Das Depot schwillt an. Für einen Moment erscheinen die Handlungen an der Börse alle richtig. Das Erzielen von Gewinnen scheint kinderleicht. So lässt sich die Endphase einer Börsenrallye beschreiben, die dann mit dem Platzen einer Blase endet.

Eine Aktienblase wird in der Regel mit Warnungen begleitet. Oh Vorsicht, heißt es dann, die Kurse würden den Boden unter den Boden verlieren oder sich mit heißer Luft auffüllen. Das ist in der Sache richtig, doch all die Aktienkäufer, die auf Profite aus sind, die interessiert das wenig. Denn, im letzten Teil einer euphorischen Börsenphase flippen alle aus. Preise erreichen unvorstellbare Höhen und machen viele Menschen reich. So funktioniert die Börse (mehr erfahren).

DAX, Stundenchart, Stand 13.410 Punkte

Während einer extremen Börsenrallye lassen sich besonders leicht Gewinne erzielen, weil die Kurse nur eine Richtung kennen. Fast schon beängstigend stark zeigt sich der Aktienmarkt. Gefühlt steigen an jedem Tag die Aktienkurse. Und wenn die Anleger glauben, höher könnten Aktien (z. B. Tesla) oder Indizes (z. B. Nasdaq 100) nicht steigen, dann machen sie es doch.

In solch einer Phase drängen immer mehr Anleger an die Börse. Die Kursgewinne lassen sich besonders einfach erzielen. Denken Sie nur mal an die Käufer der Tesla Aktien in den letzten Monaten. Es kam nie zu Verlusten. Jeder neue Käufer profitierte von seinem Kauf und lockte mit der Kursentwicklung der Aktie wiederum neue Käufer an. Während sich die Börsenkurse in die Lüfte erheben, steigen auch die Bewertungen der Unternehmen. Und hier wird es kritisch: Als damals die Kurse günstig waren, hat der Anleger für eine Aktie einen akzeptablen Preis gezahlt. Doch wenn sich die Preise verdoppelt oder verdreifacht haben, dann steigt das Risiko, nämlich dass der neue Käufer zu viel für eine Aktie bezahlt. Dieses Risiko gehört zur Börse und, auch das muss man offen beschreiben, jemand wird für diesen Exzess bezahlen. Das werden die Aktienkäufer sein, die zu Höchstpreisen auch an der Börse spekulieren wollten.

Short Signal auf den DAX

Der DAX kann heute den Preisbereich bei 13.460 Punkten erreichen. Im Stundenchart hat er damit sein Projektionsziel des gestrigen Ausbruchs bei 13.420 Punkten und die bereits aufgegebene steigende Trendlinie (grün) erreicht. Mehr sollte erst einmal nicht drin sein. In einem normalen Börsenumfeld sollte der DAX im Bereich des heutigen Tageshochs abprallen. Unterhalb von 13.500 Punkten sollte der Anstieg der letzten Tage korrigiert werden und der Index bis 13.200 Punkte sinken.

Zu Beginn des Beitrags hieß es, Aktienblasen kommen alle 10-12 Jahre vor. Der Abstand zweier Blasen wird größer, weil die Zentralbanken sich stärker einmischen, also Unternehmen stützen, sodass ein Wirtschaftseinbruch verzögert wird. Tatsächlich weiß eine überwiegende Mehrheit der erfahrenen Marktteilnehmer, dass viele Branchen (z. B. Wasserstoff) überbewertet sind. Aktienkurse und Unternehmenswerte passen nicht mehr zusammen. Dies gilt nicht nur für diese Branche, sondern auch für andere Unternehmen. Aktienkurse haben in solchen Zeiten nichts mehr mit der Unternehmensentwicklung zu tun, womit wir wieder bei der heißen Luft angelangt wären. Eine ideale Vorlage für das Platzen einer Aktienblase.

Im Verlauf der Woche veröffentlichen wir neue DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Nutzen Sie diese Trendanalyse (mehr erfahren)

 

Share This