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Mit letzter Kraft versuchen die Anleger den DAX nach Norden zu schieben. Dieser Anstieg ist fast ausschließlich auf die Rallye an den US-Börsen zurückzuführen. Tendiert der US-Markt freundlich, dann sind auch die Käufer in Deutschland geneigt, Wertpapiere zu erwerben. Gestern und heute fokussieren sich die Anleger auf die Aussagen der US-Notenbank FED. Doch was zunächst toll klingt, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als wenig erfreulich.

Einmal im Jahr treffen sich die Notenbanken der Welt im amerikanischen Jackson-Hole. Solch eine geballte geldpolitische Macht an einem Ort zieht natürlich die Aufmerksamkeit der Medien und die der Marktteilnehmer an. Warum? Weil Investoren es gern haben, wenn die Märkte mit frischem Geld geflutet werden. Sie wollen erneut ein Bekenntnis in diese Richtung hören. Es zeigt sich, dass die FED die Kontrolle über ihre Geldpolitik verloren hat. Sie weicht eigene Regeln auf, weil sie ihre Ziele nicht erreichen kann. Ein Armutszeugnis! Sie wird vermutlich nie wieder eine vernünftige Geldpolitik machen können (erfahren Sie mehr).

DAX, Stundenchart, Stand 13.096 Punkte

DAX Index

Der deutsche Aktienmarkt kann das Tempo der US-Indizes nicht mitgehen. An dem deutschen Standort fehlt es an digitaler Power. Es gibt es außer SAP kaum Unternehmen, die es in die erste Reihe schaffen bzw. international in der ersten Liga mitspielen können. Und wie gerade zu verfolgen ist, die aktuelle Börsenrallye wird von Technologiekonzernen aus den USA dominiert.

Jetzt ist den Marktteilnehmern die aktuelle Marktlage bewusst: Eine Börsenblase ist entstanden. Warum? Weil Anleger wie verrückt Wertpapiere zu jedem Preis kaufen (die sich rückblickend niemals rechtfertigen lassen werden). In der Folge steigen die Aktienkurse und damit auch die Indizes. Der Nasdaq 100 Index erreicht die Marke bei 12.000 Punkten und muss dabei schon ganz schön pumpen. Die Luft wird dünn.

Der DAX schafft es zwar sich über der 13.000 Punkte Marke zu halten, kann jedoch nicht an sein Allzeithoch herankommen. Bereits im Widerstandsbereich bei 13.125 Punkten traten die Anleger den Rückzug an. Für mehr reicht es derzeit nicht. Im Hinterkopf der Marktteilnehmer ist der Aspekt, dass die Börsenrallye in den USA auf wackligen Füssen steht.

Short Signal ID 2765

Der DAX hat den kurzfristigen Trend (grüne Linie) verlassen. Gleichzeitig ist der Index an dem Widerstandsbereich bei 13.125 Punkten (blaue Linie) abgeprallt. Dies ist ein Signal des Marktes, dass der Kaufwille der Anleger abnimmt. In den nächsten Stunden sollte sich der DAX nach Süden orientieren und das Kursziel bei 12.920 Punkten erreichen. Erst an dieser Stelle wird sich entscheiden, wie es mit dem Index weitergehen wird.

Die Notenbanken können die Anleger nicht mehr zum Kauf von Aktien animieren. Zu weit sind die Kurse im Vorfeld schon gelaufen, sodass ihnen die Luft ausgeht. Auf dem aktuellen Niveau halten sich Käufer zurück.

Im Verlauf der Woche veröffentlichen wir neue DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wie macht eine Zentralbank Geldpolitik (mehr erfahren)?

 

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