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Die Nel-Aktie kommt schwer unter die Räder, was sich an einem rasant sinkenden Aktienpreis ausdrückt. Viele Aktionäre haben sich von ihren Papieren getrennt. Manche bewusst, andere wurden durch das Auslösen von Stopp-Loss-Aufrägen aus ihren Positionen gedrängt. Jetzt wo das Wertpapier deutlich niedriger als letzte Woche notiert, fragen sich manche Anleger, ob das schon Kaufkurse sind? Ist der Preis ein Schnäppchen und ist der Zeitpunkt nun günstig?

An der Börse ist das gemeinsame Handeln der Massen ein Grundelement, man spricht daher auch von einem Herdenverhalten. Wenn alle anderen kaufen, ist der einzelne Anleger geneigt, dies auch zu tun und umgekehrt. In der letzten Woche kam es zu heftigen Gewinnmitnahmen bei der Nel-Aktie. Mit großen roten Tageskerzen fiel der Preis für ein Wertpapiere von zuvor 2,10 auf 1,60 Euro. Sofort sind nun mögliche Käufer elektrisiert. Etwas, was zu zuvor viel mehr gekostet hat, gibt es nun für einen (vermeintlich) günstigeren Preis zu erwerben, so der Gedankengang. Das Gehirn spielt dem Anleger einen Streich.

Nel, Tageschart, Stand 1,74 Euro

Wenn der Anleger einen früheren Aktienkurs als Referenzpunkt nimmt, dann spricht man von einem gedanklichen Ankerpunkt. Er glaubt, dass der ursprüngliche Preis gerechtfertig sei und das nun das gleiche Wertpapier günstiger zuhaben ist. Das ist jedoch ein grober Fehler, denn an der Börse gibt es keinen echten Wert (mehr erfahren).

Alle Preise, die für eine Aktie ausgewiesen werden, sind nur das Ergebnis von Transaktionen, bei denen Käufer und Verkäufer sich einig geworden sind. Der Aktienkurs ist jedoch niemals ein Referenzpunkt, um einen tatsächlichen Unternehmenswert festzusetzen. Daher sind die ehemaligen Preise über 2 Euro für eine aktuelle Bewertung bei diesem Wert nicht von Bedeutung.

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, dass der Sprung über die Kursmarke bei 2 Euro ein Fehlausbruch war (hellblaues Oval). In solch einer finalen Phase eines explosiven Kursanstieges kommt es kurzzeitig zu einer Übertreibung, bei der dann die letzten wartenden Anleger in den Markt gezogen werden, während die früheren Aktienbesitzer ihre Wertpapiere zu hohen Preisen abgeben. Man kennt diesen Sachverhalt mit dem Ausdruck, dass die Privatanleger reingehen, während die institutionellen Anleger den Markt verlassen.

Mit jedem Minustag der nun erfolgt glauben vermehrt Anleger, dass dies schon Kaufkurse sind. Im Grunde halten sie es nicht aus, weiter untätig zuzusehen. Häufig schwingt der Gedanke mit, dass die Aktie bald wieder durchstarten wird und man selbst noch nicht dabei sein könnte. Der Anleger würde sozusagen eine große Chance verpassen. Diese Drucksituation ist gedanklich selbst verschuldet und sollte vermieden werden.

Wie der Blick auf das Chartbild zeigt, ist die Nel Aktie auf dem Weg in den Preisbereich bei 1,25 Euro. Wenn es zwischendurch einen steigenden Handelstag gibt, dann ist dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit vorübergehend. Es findet dann eine Korrektur auf die Verluste statt, die wiederum dann von schwächeren Tagen abgelöst werden sollten.

Nach der Auswertung der charttechnischen Lage bei Nel ist die Schlussfolgerung wie folgt: Die Verkaufswelle ist noch in ihrer Ausgestaltung. Anleger sollten nicht voreilig handeln. Sie sollten sich feste Ziele setzen, an denen sie handeln wollen, so wie beim Signal-Trading (mehr erfahren).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Handeln Sie mit dem Trend (mehr erfahren)

 

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