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Die Berichtssaison hat begonnen. Aktien stehen nun unter fundamentaler Betrachtung. Passt die Gewinnsituation der Unternehmen zu dem Potenzial, welches ihnen die Anleger zugestehen. Bisher halten sich Gewinne und Verluste die Waage. Betrachter schwanken zwischen schlimm, aber besser als erwartet. Doch so richtig Kauflaune will nicht mehr aufkommen. Aktien rühren sich kaum vom Fleck. Der Handel ist eingeschlafen. Das Beste für dieses Jahr könnte schon gelaufen sein.

An der Börse ist Geld wie das Benzin für das Automobil zu sehen. Fließt Geld in die Wirtschaft, zu den Staaten, den Banken oder gleich zu den Unternehmen (über Unternehmensanleihen), dann ist die Welt in Ordnung. Warum sollte sich ein Unternehmen Sorgen um das nächste Quartal machen, wenn es von den Investoren Geld zur Verfügung gestellt bekommt. Ohne das neue stützende Geld wäre eine Pleitewelle zu erwarten, doch bisher werden die Probleme der kaschiert. Anleger ignorieren dieses Risiko. 

DAX; Stundenchart, Stand 13.131 Punkte

Nach der großen Einigung der EU-Staaten (mehr erfahren) und der freudigen Reaktion der Investoren, ist die Freude schon wieder abgeflacht. Die Luft über 13.200 Punkten ist schlicht zu dünn am Aktienmarkt. Im Tageschart ist der Aufwärtstrend noch intakt, doch schon bald wird diese Trendlinie getestet werden.

Der Blick auf das kurzfristige Chartbild, hier Stundenchart, zeigt, dass der DAX den Ausbruch über die rote dicke Linie bei 12.913 verarbeitet. Naheliegend ist eine Korrekturbewegung, die zunächst die runde Marke bei 13.000 Punkten und später die Unterstützungslinie bei 12.913 Punkten ansteuert. An dieser Stelle würde es dann auf die Marktreaktion ankommen. Treten sofort wieder Käufer auf, dann kann der Trend im DAX fortgeführt werden und der Index kann als Folgeziel den Bereich bei 13.600 Punkten ansteuern.

Der aktuelle Anstieg verläuft ohne Fundament. Die Coronakrise dominiert noch immer die wirtschaftliche Beurteilung. In den USA ist das Coronavirus noch im Ausbruchsmodus, während in Deutschland die Infektionszahlen nachgelassen haben. Mit der Betrachtung, dass das Virus die US-Wirtschaft beeinträchtigen wird, passen die Rekordstände an den US-Börsen gar nicht ins Bild. Zudem finden in wenigen Monaten Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Gut möglich, dass die Börsenkurse eine Abwahl des aktuellen Präsidenten Trump einpreisen werden. Er gilt als ganz großer Unterstützer des Aktienmarktes, der dann den Investoren abhandenkommen würde. Folglich können sich Anleger entschließen ihre Aktien vor der Wahl zu verkaufen.

Short Signal ID 2726

Der DAX dümpelt schon seit vielen Tagen so dahin. Es kommt kurz zu Beginn und manchmal am Ende des Tages zu Bewegung, ansonsten herrscht Langweile. Kommen die Anleger auf die Idee, Gewinne mitzunehmen, dann würde sich etwas Verkaufsdruck entwickeln. Nachgebende Kurse sollten den Index bis in den Bereich bei 12.913 Punkte sinken lassen. Kann der Preisbereich bei 12.913 Punkten nicht verteidigt werden, dann drohen weitere Abgaben. Dann sind deutlich tiefere Kurszonen einzuplanen.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung an den Börsen und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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