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Nachdem nun auch die EU Billionen mit beiden Händen ausgibt, muss unbedingt über einen Inflationsschutz nachgedacht werden. Hier wurde ein Weg eingeschlagen, welcher extrem gefährlich ist. Viele der jetzigen Probleme haben die Staaten, weil sie sich fortwährend auf billiges Geld verlassen haben. Jetzt werden mit noch mehr Schulden, man spricht von Rettung, die Probleme ständig größer. Investoren und Bürger versuchen sich gegen die drohende Inflation zu wehren, denn Geld gibt’s nicht umsonst.

Da ist wieder diese altbekannte Rettungsdramaturgie auf dem EU-Gipfel zu verfolgen gewesen. Der Beobachter kennt das seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Wieder geht es um Rettungsmilliarden über die Staatenlenker tage- und nächtelang verhandelt haben. Streit, Spannung und natürlich Versöhnung. Alles wurde geboten. Am Ende wurde sich selbstverständlich geeinigt, trotz einiger Meinungsverschiedenheiten. Hätte es all diese Show gebraucht? Nein!

Gestern Abend war es also wieder soweit. Nach langen, angeblich schweren, mühseligen und komplizierten Verhandlungen wurde auf dem EU-Gipfel ein 1,8 Billionen Euro Rettungspaket beschlossen. Während sich die Staatslenker für ihr Verhandlungsgeschick auf die eigene Schulter klopfen, ist dieser Erfolg, der so auch medial verkauft wird, gar keiner. Es ist ja nicht so, dass hier die Staaten aus ihren Brieftaschen Gelder in einen EU-Hut geworfen haben. Keiner der Länder hat dieses Geld vorgelegt, was jetzt großzügig verteilt werden wird. Es werden erstmals Schulden im Namen der EU aufgenommen. Willkommen in der Schuldenunion.

Goldpreis, Monatschart, Stand 1.836 USD

Sparsam hat ausgedient. Es geht jetzt nur noch um das Schuldenmachen. Wer hier als Staat (Kontinent) schnell handelt, kann mit dem neuen Geld mehr ausrichten, als andere Staaten das machen können. Es ist wie mit dem Aktienkauf. Wer zuerst frisches Geld erhält, der kauft zu niedrigen Kursen. Es ist ein Wettlauf unter den Nationen entbrannt, immer mehr und immer höhere Schulden aufzunehmen.

Obwohl die Freude über das Verhandlungsergebnis überwiegt, fragt niemand nach dem Naheliegenden? Warum reicht denn das bisherige Geld nicht? Hatte man denn in der Folge der Finanzkrise nicht bereits Milliarden auf den Weg gebracht um Staaten, Banken und Wirtschaft zu stützen? Warum hat das nicht geholfen? Es ist extrem auffällig, wie wirkungslos all die Rettungsmilliarden verpuffen. Staaten haben sich daran gewöhnt, dass es immer neues Geld geben wird, wenn die Not am größten ist? Folglich wagt sich keine Nation an Strukturreformen, warum auch? Geld scheint ja kein Problem zu sein. Da ist ein Fehler im System, über den viele hinwegsehen.

Die Politik des vielen Geldes, der endlosen Schuldenmacherei wird nicht ohne Folgen bleiben. Es kommt nicht von ungefähr, dass der deutsche Aktienindex DAX bei 13.300 Punkten notiert und der Immobilienmarkt schwindelerregende Preise für durchschnittliche Objekte verlangen kann. Man spricht hier von Vermögenspreis Inflation.

Wenn das Papiergeld weniger wert wird, dann versuchen Marktteilnehmer, diesen zu erwarteten Schaden für ihr Erspartes zu entgehen. Es verwundert überhaupt nicht, dass der Goldpreis seit Jahren nur den einen Weg nach Norden kennt und aktuell bei 1.800 USD notiert. Gold ist ein guter Schutz gegen Inflation. Die aktuelle Einschätzung zum Goldpreis (mehr erfahren) prognostiziert noch viel höhere Notierungen. Silber hat ebenfalls den Turbo gezündet. Auch das digitale Geld Bitcoin profitiert von dieser Entwicklung, der Geldentwertung. Anleger, Investoren und Bürger versuchen sich von Euro und Dollar zu trennen und diese gegen andere Dinge zu tauschen.

Wissen Sie genug über Geld?

Nun sind 1,8 Billionen Euro zum Ausgeben beschlossen worden und noch mehr Geld wird, so muss man es formulieren, uns um die Ohren fliegen. Es ist nie genug, wie uns die letzten Jahre gezeigt haben. Ohne eine wirtschaftliche Stärke führt diese Politik des vielen Geldes zu massiver Inflation. Auch im Alltag, was heute noch nicht thematisiert wird.

Dafür, dass bei diesem Gipfel Geld ausgegeben wurde, dass niemandem gehört (und wofür niemand gearbeitet hat), hat man sich mit der Dramaturgie ganz schön ins Zeug gelegt. Das ganze Theater wäre gar nicht nötig gewesen, denn letztendlich war allen Parteien klar, dass eine Einigung zustande kommen musste. Am Ende geht es um Geld, wovon alle profitieren wollen. Es wird spannend zu verfolgen sein, wann die heutigen Entscheider das Ausmaß ihrer gestrigen Entscheidung erkennen werden.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Wirtschaftskrise: Kommt jetzt das bedingungslose Grundeinkommen (mehr erfahren)?

 

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