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Noch vor wenigen Tagen haben sich die Anleger einen Ansturm des DAX an die 13.000 Punktemarke ausgemalt. Es sollte anders kommen. Der Index fällt um 1.000 Punkte und notiert jetzt unter 12.000 Punkten. Dieser heftige Rückschlag ist von Bedeutung, weil zu Beginn der Coronakrise, dieselbe Kurslücke vorzufinden war, was einem Riss im Chartbild gleichzusetzen ist. Anleger beeilen sich aus dem Markt zu flüchten, weil sie merken, wie sehr sie einem Trugschluss aufgesessen sind.

Einige Wochen lang haben die Marktteilnehmer alle Sorgen vom Tisch gewischt und sich nur an den steigenden Kursen orientiert. Und jeder, der irgendwie eine kritische Anmerkung zu dieser Rallye bekundete, wurde mit dem Blick auf die Indexentwicklung verstummt. Dabei ist und war der 50%ige DAX-Anstieg einfach nicht zu rechtfertigen gewesen. Eine lahmende Konjunktur und Staaten im Schuldensumpf sind keine Grundlage für nachhaltige Kursanstiege. Doch so unerwartet die Aufwärtsbewegung aufgetreten ist, so überraschend bricht sie nun ab.

DAX, Tageschart, Stand 11.949 Punkte

Die abgelaufene Woche hat eine wichtige Erkenntnis für die Marktteilnehmer gebracht. Die Lage ist schlimmer, als sie angenommen haben. Die Zentralbanken müssen überbordende Geldmengen aufbringen, um den Schein der Normalität aufrechtzuerhalten. Diese, in dieser Form noch in nie da gewesenen, Stützungsmaßnahmen zeigen jedoch deutlich, dass es der Wirtschaft schlechter geht, als die Kursstände ausweisen. Wer die Zeichen der Zeit erkennt, der reagiert zuerst und verlässt den Aktienmarkt.

Der DAX bricht regelrecht ein, wie der Blick auf das obige Chartbild zeigt. In nur wenigen Tagen fällt er um 1.000 Punkte und das ist erst der Anfang. Sobald sich die Erkenntnis bei den Marktteilnehmern durchsetzt, dass sie Aktien viel zu teuer erworben haben, werden sie aus Sorge vor Verlusten schnell ihre Wertpapiere veräußern. Ebenso werden Anleger zu Gewinnmitnahmen tendieren, die sie in den letzten Wochen erzielen konnten. Der Verkaufsdruck verstärkt sich.

Interessant ist die starke Kurslücke, die sich durch den Rückfall ereignet hat (hellblauer Oval). Er hat dieselbe Vehemenz wie der Rückgang Ende Februar, als der Aktienmarkt seine Crashbewegung begann. Solch eine Reaktion kommt dem Fall des ersten Dominosteins gleich. In der neuen Handelswoche sind die Vorzeichen deshalb rot. Solange der Index unterhalb von 12.220 Punkten verleibt, sollte es direkt weiter abwärtsgehen.

Short Signal ID 2678

Anleger werden mit Sorge auf die Zunahme der Coronainfektionen in China reagieren. In einer ängstlichen Erwartung einer zweiten Welle werden die Wertpapierverkäufe zunehmen. Die Aktienkurse sollten daher nachgeben. Der DAX sollte auf direktem Wege den Preisbereich bei 11.550 Punkten und später auch 11.260 Punkte erreichen. Wir melden uns mit Intraday-Trading-Signalen (hier ansehen).

Die Erkenntnis der letzten Tage zeigt besonders, dass auch billiges Geld keinen Nutzen hat, wenn die Unternehmen dadurch nicht mehr verkaufen können. Sie helfen nur, damit Unternehmen nicht schnell pleitegehen. Gleichzeitig jedoch steigt der Schuldenberg von Wirtschaft und Staaten. Dies wiederum wird Deflation und später Inflation zur Folge haben (hier Ausblick 2020). Für den Aktienmarkt sind das keine guten Zeichen.

Im Verlauf der Woche veröffentlichen wir neue DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Warum gibt es kein Schulfach Geld (mehr erfahren) ?

 

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