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Der Goldpreis steigt und steigt. Dabei haben sich Kritiker lange Zeit alle Mühe gegeben, das gelbe Edelmetall zu verteufeln. Bringt keine Zinsen ein und auch keine Dividende, so die allgemeine Verlautbarung. Doch die Entwicklung des Goldpreises spricht eine ganz andere Sprache. Der Kurs steigt auf ständig neue Verlaufshochs. Nach einer Pause an der Kursmarke bei 1.700 USD bahnt sich bereits die nächste Aufwärtswelle an.

Gold ist das bessere Geld. Zu dieser Erkenntnis kommen nun immer mehr Investoren, nachdem sie im Rahmen der Coronakrise die hemmungslose Flut neuer Geldscheine verfolgen können. In Billionenhöhe werden Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet und Rettungsprogramme aufgelegt. In nie da gewesener Form wird hier mit dem Feuer gespielt. Denn das neu erschaffene Geld gibt es ja eigentlich nicht. Es hat auch keinen Gegenwert. Es ist plötzlich da. Natürlich ist solch ein Geldzauberei nicht ohne Risiko und das wissen die Marktteilnehmer. Wer kann, der flüchtet daher in Gold.

Goldpreis, Tageschart, Stand 1.713 USD

Bereits in früheren Analysen wurde auf das starke Potenzial von Gold hingewiesen. In dem Artikel „Gold: Warum fällt der Preis?“ wurde ein Kursziel bei 1.750 USD analysiert. Dieses Ziel ist noch offen, da der bisherige erreichte Kurs im Tagesverlauf bei 1.746,90 USD markiert wurde. Doch die gerade entstehenden Kursmuster zeigen bereits neuen Kaufdruck an.

Immer mehr Zentralbanken senken die Leitzinsen auf Null. Geld ist nichts mehr wert. Unternehmen und Staaten bekommen es nachgeworfen. In manchen Rettungsprogrammen ist sogar vorgesehen (USA, Hongkong), dass man neues Geld direkt den Bürgern geben soll. Das Ziel ist natürlich ein Wiederanfachen des Konsums. Die Menschen kaufen ein, die Händler machen gute Geschäfte und bestellen mehr Waren bei den Lieferanten. Die Industrie produziert mehr und erfreut sich neuer Nachfrage. So geht der Kreislauf des Geldes (mehr erfahren), wenn er denn in Gang kommt.

Das Dilemma der Handelnden ist jedoch, dass ein zu viel des Geldes gefährlich ist. Einem hemmungslos verschuldeten Staat wird die Kreditwürdigkeit abgesprochen werden. Einem Staat, dessen Wirtschaft am Boden liegt, dem leihen die Gläubiger kein Geld mehr. Man spricht dann von Schwierigkeiten, am Kapitalmarkt Anleihen zu platzieren. Und wenn Zentralbanken unter den wohlwollenden Aussagen, dass sie nur retten wollen, Vertrauen am Finanzmarkt verspielen, dann ist es nicht mehr lange hin, dass eine Währung wertlos werden wird. Viele andere Staaten haben ihre Währungen mit der Druckerei von frischen Geldscheinen bereits ruiniert. Ein gefährliches Spiel.

Was ist Geld?

Der Anstieg des Goldpreises ist daher allzu verständlich. Die Zentralbanken spielen mit dem Feuer und ihre Politik kommt an ihre Grenzen. Dem gelben Edelmetall kann nichts etwas anhaben. Es befindet sich außerhalb des Systems und gilt daher als sicherer Hafen. Die Krisen nehmen immer wieder zu, auch wenn sie gelegentlich aus dem Blickwinkel der Anleger verschwinden. Man denke nur an die Finanzkrise, die Bankenkrise oder die Eurokrise, alles Krisen, die in ihren Ursachen nicht gelöst wurden. Jede neue Krise bringt das System stärker zum Wanken.

Der Goldpreis macht im Preisbereich bei 1.700 USD eine kurze Pause. Man könnte auch sagen, er tankt Kraft. Schon in Kürze sollte ein neuer Schub einsetzen, der dann den Kurs bis an die Marke bei 1.850 USD klettern lassen sollte. Gold ist knapp, während die Nachfrage ständig zunimmt. Das Resultat ist ein steigender Preis.

Im weiteren Verlauf der Krise veröffentlichen wir laufend Markteinschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Erst kommt die Deflation und dann die Inflation (mehr erfahren)

 

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