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Am Aktienmarkt hat sich eine unterschwellige Spannung aufgebaut. Die wirtschaftliche Lage ist desolat, die Unternehmen haben ihre Läden geschlossen und die Produktionsanlagen stehen still. Markteilnehmer halten sich zurück, da sie die derzeitige Situation nicht wirklich einordnen können. Der DAX wirkt wie eingeschlafen. Doch solch ein Verhalten ist meist die Ruhe vor dem Sturm.

Mit großer Vorsicht schauen die Anleger auf die US-Arbeitsmarktzahlen am Nachmittag. Sie werden über das Ausmaß der Krise in den USA Auskunft geben, und so als eine Orientierung für die Börsenanleger dienen. Vor Bekanntgabe dieser Zahlen halten sich Investoren zurück, was sich in einem sehr zurückhaltenden DAX ausdrückt. Seit Tagen befindet sich der Index in einer Spannbreite von nur 100 Punkten, was dieser Tage sehr gering ist, und warten auf den nächsten großen Impuls.

DAX, Stundenchart, Stand 9.534 Punkte

Obwohl in der Stundenbetrachtung die Lage an der Börse eher ruhig aussieht, brodelt es unter der Decke. Zu deutlich sind die Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft. Und mit jeder neuen Woche, in der es kein zurück zur Normalität gibt, werden die Schäden womöglich größer. Verständlicherweise halten sich die Aktienkäufer in solch einem Umfeld der Unsicherheit zurück.

Der DAX befindet sich am Klippenrand, wie der Blick auf das obige Chartbild zeigt. Er notiert seit Tagen in der Nähe der unteren Begrenzungslinie (hellblauer Bereich) eines Seitwärtskanals. Die Schlussfolgerung lautet daher, dass sich der Index nicht von diesem Bereich befreien kann. Gestern gab es bereits einen Bruch, der sofort gekontert wurde, doch nachhaltig war diese Gegenbewegung nicht. In einer positiven Deutung hätten sich sofort Anschlusskäufer zeigen müssen. Die blieben jedoch weg.

In den nächsten Stunden, besonders ab 14:30 Uhr, wenn die angesprochenen US-Arbeitsmarktdaten über die Ticker kommen, wird es zu einer starken Bewegung kommen. Die Ruhe der letzten Tage hat Kräfte aufstauen lassen, die sich entladen werden. Im Normalfall ist ein Kursrutsch die erste Wahl. Der DAX müsste mit einer impulsiven Reaktion den Weg nach Süden nehmen und dabei sein nächstes Kursziel bei 9.150 Punkten ansteuern. Wir begleiten eine Bewegung mit einem aktuellen Tradingsignal (mehr erfahren).

Short Signal ID 2604

Die Börse ist jedoch auch für Überraschungen gut. Da die Arbeitsmarktdaten nicht das ganze Ausmaß der Krise ausweisen werden, weil die Zahlen nur bis zum 12. März berücksichtigt sind, könnte die Interpretation der Marktteilnehmer auch lauten, dass die Zahlen besser als erwartet ausgefallen sind, was zu einer Erleichterungsrallye führen könnte.

Die Ausgangslage für den Nachmittag ist brisant. Eine große Bewegung deutet sich an. Die favorisierte Südvariante gewinnt an Bedeutung, sobald 9.450 Punkte unterschritten werden. Die Erleichterungsrallye kristallisiert sich heraus, wenn die Marke 9.620 Punkte überschritten wird. Anleger sollten den Kursverlauf am Nachmittag genau verfolgen. Es wird rasant werden.

Im weiteren Verlauf der Woche veröffentlichen wir laufend DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Zentralbanken riskieren viel, sogar ein Ende des Euros ist möglich (mehr erfahren).

 

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