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Der Aktienmarkt tendiert zu Wochenbeginn wieder zur Schwäche. In dieser Phase des Kursrückgangs vermelden die Bundesregierung und gleich darauf auch die US-Administration, dass sie sich mit viel Geld gegen die Krise stemmen werden. Sofort reagieren die Aktienkurse positiv, weil Anleger angeblich Hoffnung schöpfen. Aber auch der Goldpreis steigt und signalisiert bereits, wohin die Reise geht.

Die Vergangenheit wiederholt sich. Wie in vielen Krisen zuvor macht die Politik in der Not wieder den Geldbeutel locker. Erneut wird ein Beginn eines wirtschaftlichen Abschwungs mit neuem Geld zugepflastert und damit verhindert. Dadurch entsteht zwar keine Heilung, aber aus den Fehlern der Vergangenheit will man in der Politik nicht lernen. Kurzfristiger Zeitgewinn steht über einem sauberen Neuanfang. Egal, ob man als Beispiel die Rettung der Banken mit Milliarden nimmt oder die Rettung der Staaten. Immer führte solch eine Handlung nicht zu einer Besserung. Italien wankt immer noch und Griechenland ist weiterhin pleite. Auch die angebliche Lösung, dass man Flüchtlinge mit Geld fernhält, ist bekanntermaßen gescheitert. Geld ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Und auch diesmal eilt man zu altbekannten Mitteln, ohne die Folgen zu verstehen (hier ansehen).

DAX, Stundenchart, Stand 8.741 Punkte

Die Summen, um die es geht, machen sprachlos. In den Medien wird schon von einer beispiellosen Rettungsmaßnahme gesprochen. In Deutschland belaufen sich diese auf 750 Milliarden Euro, was zu einer zusätzlichen Verschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro führen wird. Angeblich wird alles und jeder gerettet, der Nachteile aus der Coronakrise erfahren hat. Details des Programms lassen sich im Internet nachlesen.

Ebenfalls in dieselbe Richtung geht die Aktion der US-Notenbank FED, Anleihen aufzukaufen. Dabei handelt es sich um den Ankauf von Staatsanleihen (500 Milliarden USD) was die Staatsführung erfreuen wird. Die Zentralbank erschafft Geld und überweist es dem Staat. Der erhält frisches Kapital, ohne dafür gearbeitet bzw. gewirtschaftet zu haben. Zusätzlich sollen immobilienbesicherte Wertpapiere (200 Milliarden USD) aufgekauft werden.

In beiden Fällen sind die Volumen gigantisch und das lädt nicht zu einer dauerhaften Freude ein. Marktteilnehmer an den Finanzmärkten haben schnell erkannt, dass solch eine Maßnahme die Ursachen des Problems nicht bekämpft, sondern nur verschlimmert. Interessanterweise reagiert auf die Ankündigung der Geldflut der Goldpreis mit einem starken Kursplus. Aus der Luft erschaffenes Geld, gibt es nämlich nicht umsonst. Die Folge solch einer Gelderschaffung wird zu Inflation führen. Entgegen den früheren Rettungsmilliarden werden die frischen Euros und Dollars in der Realwirtschaft landen (zuvor in der Finanzwirtschaft). Der einzige Schutz vor Inflation sind Edelmetalle wie Gold und Silber.

Short Signal ID 2589

Auf die erste Aufwärtsreaktion der Börsenindizes folgt schon bald wieder Ernüchterung. Der DAX stieg zunächst um 450 Punkte, um dann wieder 400 Punkte abzugeben. Anleger sind sich im Unklaren, wie es mit der Krise weitergehen wird. Vor allem zweifelt man an der Durchschlagskraft der Rettungsmaßnahmen. Trotz des enormen Zwischenspurts kann der Index die Marke bei 9.150 Punkten nicht überwinden. Ohne solch einen Erfolg wird der DAX zwischen der blauen und der grünen Linie zirkulieren. In der übergeordneten Tendenz weist der Verkaufsdruck den Weg nach Süden. Eine Aufgabe des Preisbereiches bei 8.200 Punkten würde zu einer Fortsetzung des Abverkaufs führen.

Im weiteren Verlauf der Woche veröffentlichen wir laufend DAX-Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Sechs wichtige Fragen: Was kommt in der Krise auf uns zu (mehr erfahren)?

 

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