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Die Anleger der Heidelberger Druck Aktie haben es nicht leicht. Warten sie doch schon eine lange Zeit auf Besserung, die sich einfach nicht einstellen will. Nicht nur bei dieser Aktie zeigt sich, dass das Warten bei einer Aktienanlage, der sogenannte lange Atem nicht hilfreich ist. Niemand sollte bei sinkenden Kursen die Augen vor dem Verlust verschließen, denn sonst sinkt der Aktienkurs immer tiefer und das Geld schmilzt dahin.

Es geht nicht nur den Anlegern von Heidelberger Druck so, dass sie viel zu lange dem Absinken des Kurses zugesehen haben. Berühmte Beispiele aus der ersten Reihe sind u. a. Lufthansa und Continental. Kaum zu glauben ist, dass die Heidelberger Druck Aktie Ende 2018 noch bei 3,50 Euro notiert hat. Heute notiert sie bei 0,64 Euro. Welch ein heftiger Abverkauf, der manch ein Depot in die roten Zahlen gedrückt haben wird. An der Börse ist es wichtig, die Aktien zu verfolgen, in die man investiert hat.

Heidelberger Druck, Tageschart, Stand 0,64 Euro

Wenn ein Anleger eine Aktie kauft und damit eine Position eröffnet, dann weiß er nicht, wie es mit dem Aktienkurs weitergehen wird. Das klingt einfach und sehr viele Käufer würden einem sofort recht geben. In Wahrheit ist der Anleger schon beim Aktienerwerb gedanklich gepolt. Er ist nicht neutral. Er hofft bereits auf einen Kursgewinn, sonst hätte er ja die Wertpapiere nicht gekauft. Der Anleger erwartet einen Kursanstieg.

Mit dieser Erwartungshaltung beginnen auch die Schwierigkeiten, denn sehr häufig werden dadurch sinkende Kurse als vorübergehend abgestempelt. Man misst dem Absinkenden des Aktienkurses nicht den Wert zu, den er haben müsste. Ein Minus ist ein Verlust, wenn auch ein theoretischer, da er noch nicht realisiert wurde. Manch ein Anleger beruhigt sich damit, dass er ja seine Aktien noch hat und diese bald wieder diesen theoretischen Verlust ausbessern würden.

Hier erkennt man schon das Dilemma, denn anstatt eine Aktie im Minus konsequent zu verkaufen bleibt man drin und beginnt auf den nächsten Tag, nächste Woche, den nächsten Monat zu hoffen. Für einen Anleger, der seine Wertpapiere für 2,40 Euro gekauft hat, wäre es doch viel besser gewesen, wenn er diese bei 2 Euro wieder verkauft hätte. Er hätte nur ein begrenztes Minus zu verkraften gehabt, vor allem hätte er sein Geld zur Verfügung, um damit andere Aktien mit mehr Potenzial zu erwerben.

Mit der letzten Analyse zu diesem Wert „Heidelberger Druck: Abwärtstrend hat ein Ziel“ wurde der Kursrutsch der letzten Tage gut antizipiert. Für einen kurzen Moment könnten jetzt Käufer auftreten, die den Aktienkurs in Richtung der lila Linie heben könnten. Das wäre nur als technische Reaktion zu werten. Erst ein Ausbruch über die lila Linie würde eine Neubewertung rechtfertigen. Ansonsten bleibt der Abwärtstrend intakt. Anleger sollten unbedingt auf ihren Einsatz achten und Verluste minimieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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