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Wie ist das, wenn sich Aktienkäufer gegen die Masse stellen? Schmerzhaft, wie manch ein Anleger in den letzten Wochen gemerkt hat. Günstige Kurse, die zum Aktienkauf genutzt wurden, fielen noch tiefer. Gewinne aus der Vergangenheit schmolzen dahin. Aus kleinen Verlusten wurde große. Trends wurden gebrochen und Unterstützungslinien gerissen. Anleger flüchten gerade aus dem Aktienmarkt und das mahnt zur Vorsicht. Eine riesige Verkaufswelle läuft und sie wird andauern.

Die Börsen sind fest im Griff des Themas bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus. Die Wirtschaft steht fast still. Lieferketten sind unterbrochen. Kunden und Besucher bleiben weg. Überall wird auf die Kostenbremse getreten. Die Verbraucher kaufen nichts mehr, außer das Nötigste. Sie halten sich mit Ausgaben zurück. Unternehmen setzen den Rotstift an, wo sie nur können. Hier rächt sich, dass eine überwiegende Zahl an Unternehmen mit Fremdkapital arbeitet. Das heißt, sie sind immer verschuldet und dauernd auf einen frischen Kredit angewiesen. Wehe es gibt kein frisches Geld, dann wird die Luft zum Atmen sofort dünn. Diese kritische Situation zeigt sich auch bei den Investoren, die zuvor bereitwillig Aktien gekauft haben, und nun mit Verlusten konfrontiert werden.

DAX, Tageschart, Stand 11.541 Punkte


In der Not will die Bundesregierung helfen, indem sie einen Fonds auflegt und in Schieflage geratene Unternehmen stützt. Das ist wieder einmal ein falsches Signal, doch die Politik will nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Unternehmen hätten rechtzeitig Vorsorge betreiben müssen, anstatt sich mit Aktienrückkaufprogramm zu überbieten. Lange Zeit wurden Milliarden in einem Quartal verdient. Geld war vorhanden. Firmen hätten ihre Lieferanten diversifizieren sollen, anstatt nur auf den Preis achtend, sich alleine aus China beliefern zu lassen. Unternehmen hätten nicht zu sehr optimieren sollen, was ein großer Fehler ist, denn nun zeigt sich, dass man ohne Lagerhaltung sofort verloren ist, sobald die Lieferkette ins Stocken gerät.

Anleger sind ebenfalls in Sorge. Sie sehen wie die erbarmungslose Verkaufswelle die Aktienkurse immer tiefer drückt. Manche verlassen den Aktienmarkt in Panik. Andere hoffen täglich, dass irgendwas geschehen möge, das den schmerzhaften Trend beendet. Doch die Zeichen dafür stehen schlecht. Italien riegelt den Norden des Landes ab. Schon bald wird die Schuldenkrise in der EU wieder ein großes Thema werden, neben dem Coronavirus. Anleger sollten diese Entwicklung in ihre Anlageentscheidung mit einbeziehen.

Börsianer hoffen nun, wie sie das in der Vergangenheit getan haben, wieder auf die Zentralbanken. Hatte die US-Notenbank FED kürzlich erst reagiert und den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt, machen Gerüchte die Runde, dass eine erneute Notfall Senkung der FED bevorstünde. Wieder soll es um 50 Basispunkte heruntergehen, so die Erwartung im Markt. Anleger im europäischen Raum erwarten in der kommenden Woche eine ähnliche Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie soll handeln und helfen. Doch mit einem Leitzins bei null Prozent sind ihr die Hände gebunden. Mal sehen, was die Zauberer aus Frankfurt diesmal aus dem Hut zaubern werden.

Short Signal ID 2572

Das Börsengeschehen dreht sich vornehmlich um die Angst der Marktteilnehmer. All ihre Hoffnungen lösen sich gerade in Luft auf. Weder steigt der DAX auf 20.000 Punkte, so wie manch einer dies Anfang des Jahres gehofft hatte, noch werden die Unternehmen ihre versprochenen Gewinnziele erreichen. Was einigen Anlegern am meisten wehtut, ist das Risiko, das sie bewusst ignoriert haben. Schon bei einem DAX-Stand bei 13.695 Punkten gab es wichtige Hinweise zu Coronavirus und Wirtschaftseinbruch, wie in dem Beitrag „DAX: Der Trugschluss“ geschrieben wurde. Anleger hätten nur handeln müssen. Jetzt ist der DAX um 2.000 Punkte gefallen und notiert bei 11.541 Punkten. Wir begleiten die Abwärtsbewegung laufend mit Short Trading Signalen (mehr erfahren).

Anleger fragen sich, wann dieser erbarmungslose Abverkauf ein Ende haben wird. Das nächste Kursziel für den deutschen Aktienmarkt lautet weiterhin 11.280 Punkte, wie in früheren DAX-Analysen vorgestellt wurde. An diesem Kursbereich kann es zu einem kurzen Luftholen kommen. In diesem Fall läuft der Index kurz bis in den Kursbereich bei 11.990 Punkten rauf, um dann wieder zu fallen.

Die Hoffnung für einen Zwischenanstieg ist jedoch gering. Zu sehr dominiert die Angst. Zu stark ist der Verkaufsdruck im Markt. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch in Deutschland die Zahl der Infizierten zunimmt, was wiederum die Börsenkurse in Mitleidenschaft ziehen wird. Das übergeordnete Ziel für die laufende Verkaufswelle lautet 10.800 Punkte.

Im Verlauf der kommenden Woche werden wir laufend DAX-Einschätzungen veröffentlichen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P. S. In welcher Form belastet das Coronavirus die Wirtschaft (mehr erfahren).

 

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