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Die Börsenteilnehmer sind häufig schwer zufriedenzustellen. Da liefert ein Unternehmen positive Zahlen ab und die Anleger sind doch nicht zufrieden. So geschehen heute bei der Teamviewer-Aktie, die gerade deutlich nachgeben muss. Obwohl die Zahlen im Rahmen der Erwartungen lagen, fällt der Kurs deutlich. Durch den starken Kursrutsch zur Handelseröffnung wurden wichtige Unterstützungslinien gerissen und damit neue Kursziele aktiviert.

Die Geschehnisse an der Börse sind wenig fundamental. In den Medien und in Büchern wird häufig der Eindruck erweckt, dass ein Unternehmen Gewinne erwirtschaften sollte und die Anleger daran beteiligt. In der kurzfristigen alltäglichen Betrachtung sind jedoch Gewinne und Verluste für die Entscheidungsfindung wenig aussagekräftig. So wie bei diesem Wert hier, wo zwar Gewinne erzielt wurden, doch dir Aktie trotzdem nachgibt. Anleger hatten sich mehr erhofft und sehen für die Zukunft wenig Potenzial, so die Gerüchte unter der Hand.

Teamviewer, Tageschart, Stand 30,91 Euro

Im obigen Chartbild erkennt man zwei wichtige Dinge, die ausschlaggebend für die weitere Kursentwicklung sind. Zunächst einmal hat der Aktienkurs Ende Dezember 2019 eine Aufwärtstrendlinie (grün) aufgegeben. Käufer geraten deshalb in die Defensive, da der direkte Trend nach Norden nicht mehr Priorität hat.

Wenn der Aufwärtstrend aufgegeben wird, dann folgt darauf zunächst eine Seitwärtsphase. In dieser Zeit sind die Anleger unschlüssig. Sie sehen den Bruch des Aufwärtstrends und überlegen sich, ob sie ihre Anteile verkaufen sollen. Der hellblaue Bereich hat seine Begrenzungen auf der Oberseite bei 33 Euro und auf der Unterseite bei 31 Euro. Besonders die untere Begrenzungslinie hat mehrere Male stützend wirken können, doch mit dem heutige Tag erfolgt ein Bruch.

Das Verlassen des Seitwärtskanals auf der Unterseite lässt die Anleger jetzt handeln. Nun ist es Zeit sofort Gewinne mitzunehmen, bevor die Aktie noch stärker unter Druck gerät. Die Zeit des Anstiegs ist vorüber, die unsichere Seitwärtsphase ebenfalls. Jetzt orientieren sich die Marktteilnehmer nach Süden. Sicher gibt es noch Anleger, die einen Kauf erwägen, weil sie sich wieder steigende Notierungen wünschen, doch diese Hoffnungen stehen unter keinem guten Stern.

Das obige Chartbild lässt ein weiteres Nachgeben des Aktienkurses antizipieren. Naheliegend ist der Kursbereich bei 29 Euro, der zuerst angesteuert werden sollte. Doch auch dieser Preisbereich sollte noch nicht alles gewesen sein. Zu sehr sollte der Verkaufsdruck weiter bestehen. Hier bemängeln die Anleger, dass die Produktpalette zu klein ist und das die Wachstumsperspektiven zu gering seien. Nichts, was man vor der Bekanntgabe der Zahlen nicht auch schon wusste, aber so ist nun mal die Börse. Die laufende Abwärtsbewegung hat ein Kursziel bei 27 Euro. Erst dort wird sich entscheiden, wie es um diese Aktie wirklich steht.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Die Finanzkrise war nie überwunden, weil Geld nicht die Lösung ist (mehr erfahren)

 

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