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Die Bayer Aktie kann die letzten Wochen ansteigen. Sofort festigt sich die Haltung der Anleger, dass nun vermutlich das Gröbste im Glyposat Streit, sowie der Monsanto-Übernahme, vorüber sein könnte. Diese Zuversicht stärkt sich, je länger die Phase des aktuellen Kursanstiegs andauert. An der Börse muss jedoch jede Kursbewegung im größeren Kontext betrachtet werden und hier zeigt sich, dass kein Platz für Zuversicht ist.

In der Regel ist der Blick der Privatanleger kurz. Man schaut sich die Kursbewegung der letzten Wochen und Monate an und ist entweder begeistert oder betrübt. In diesem Fall zeigt sich ein Anstieg des Aktienkurses von 56 Euro (Ende Juli 2019) bis auf 77 Euro (Anfang Februar 2020). Dieses Kursplus ist ansehnlich und lockt das Interesse neuer Käufer. Doch das größere Bild spricht eine andere Sprache.

Bayer, Monatschart, Stand 77,80 Euro

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, wie klein der aktuelle Anstieg in Relation zu den vorherigen Verlusten ist. Der Aktienkurs von Bayer fällt nämlich von 140 Euro steil herunter. Da ist das geringe Plus von 56 auf 77 Euro kaum der Rede wert. Nimmt man nun an, dass dieser Rücklauf, so wie die vorherigen, ein Teil einer Korrekturbewegung ist, dann sollten hier schon die Alarmglocken der Anleger angehen. Ein Anstieg entgegen der Hauptrichtung ist zeitlich befristet und schwenkt bald wieder in Richtung des Haupttrends.

Anhand der Trendlinien im Chartbild ist zu erkennen, dass der laufende Anstieg kaum noch Luft nach oben hat. Neutrale Betrachter würden sagen, das war es dann. Auf diesem Niveau ist mit einer Abnahme der Käufer und einer Zunahme der Verkäufer zu rechnen. Wer das Kursplus vom letzten Verlaufstief aus betrachtet, mitgemacht hat, der realisiert jetzt seine Gewinne.

Im Preisbereich bei 80 Euro kommen die zuvor unterschrittene Aufwärtstrendlinie und die fallende Linie des Haupttrends zusammen. Sie signalisieren einen Widerstandsbereich, an dem eine direkte Fortsetzung des jetzigen Kursanstiegs kaum möglich erscheint. Nur ein Ausbruch über die die Kursmarke bei 85 Euro würde für einen Befreiungsschlag sorgen und das Abwärtsszenario unwahrscheinlich machen.

Für den Moment jedoch ist die Korrekturbewebung in ihrem finalen Stadium. Da es sich im obigen Chartbild um den Monatschart handelt, ist die tagesaktuelle Bewegung weniger aussagekräftig. Erst der Monatsschuss zeichnet eine neue Kerze in das Chartbild. Anleger sollten Vorsicht walten lassen und ein mögliches Abdrehen des Aktienkurses nach Süden in Betracht ziehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P. S. Die Finanzkrise war nie überwunden, weil Geld nicht die Lösung ist (mehr erfahren).

 

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