Service

Der DAX tendiert heute nach Norden. Waren die Anleger am Montag noch tief betroffen und zeigten sich besorgt über die Ausbreitung des Coronavirus, so hat sich das Bild seit gestern komplett gedreht. Alles nicht so schlimm, lautet die vordergründige Haltung der Anleger. Sofort beginnen sie, Aktien zu erwerben. Doch bei diesem Anstieg handelt es sich um eine Korrekturbewegung. Die nächste Abwärtswelle steht bevor.

Der Kurseinbruch seit dem Erreichen des Allzeithochs bei 13.640 Punkten wird in den Medien dem Coronavirus zugeordnet. Die Schlussfolgerung ist wie folgt: Die Wirtschaft würde durch die Virussorgen Schaden nehmen, es würde weniger gehandelt und weniger konsumiert werden. Folglich würden die Gewinne der Unternehmen sinken. Und da die Investoren die Zukunft handeln, nehmen sie diese Entwicklung vorweg und verkaufen angeblich vorausschauend Aktien.

DAX, Stundenchart, Stand 13.348 Punkte

Entscheidend für den jetzt schwächeren Markt ist jedoch etwas anderes. Die Kurse waren überhitzt, der Anstieg im DAX schon sehr lange gelaufen. An dem Kreuzwiderstand bei 13.600 Punkten ließen sich naheliegenderweise Gewinne realisieren, weil ein direktes Ausbrechen über diesen Bereich unwahrscheinlich war. Wenn eine überwiegende Zahl der Anleger so denkt, dann verkaufen viele an dieser Marke, das Angebot an Aktien wird höher und lässt bei gleichbleibender Nachfrage die Preise sinken.

Die Börse braucht jedoch Nachrichten. Man kann auch sagen, der Mensch kann mit einer Begründung, warum der Aktienmarkt sinkt, besser umgehen, als wenn er im Dunkeln verbleibt. Es ist so wie mit dem Ladebalken am Computer. Der Mensch ist beruhigt, wenn er ein Ladesymbol sieht. Ohne solch eine Animation würde er nervös werden. Das Thema Virus bietet sich gerade an und ist medial präsent. Der tatsächliche Grund für den Kursrückgang ist jedoch die Absicht der Anleger Gewinne zu realisieren.

An der Börse ist es durchaus möglich, an die Seitenlinie zu wechseln, indem man seine Wertpapiere verkauft. Anleger können dann dem Treiben, womöglich auch sinkenden Notierungen zusehen, und später wieder bei günstigeren Kursen einsteigen. Aktien sind weit gestiegen. Hier gilt die berühmte Aussprache, dass auch Wertpapierpreise nicht in den Himmel klettern.

Short Signal ID 2534

Der DAX kann seit gestern Mittag ansteigen. Diese Bewegung ist als Korrektur zu werten. Nachdem zuvor knapp 500 Punkte verloren wurden, wollen einige Anleger die niedrigeren Notierungen zum Aktienkauf nutzen. Dieser laufende Anstieg ist jedoch nur eine Gegenbewegung. Sie ist keine neue Anstiegsphase, was fälschlicherweise angenommen werden kann.

Mit dem Erreichen des Kursniveaus bei 13.355 Punkten ist die Korrekturbewegung bereits als ausreichend zu interpretieren. Mehr ist nicht nötig. Im obigen Chartbild ist eine lila Trendlinie eingezeichnet, die zeigt, wie es um den Index steht. Sollte der DAX diese Trendlinie überqueren, dann lautet sein Ziel 13.410 Punkte (rote gestrichelte Linie). Spätestens dort sollten die Verkäufer wieder übernehmen.

Sobald der DAX wieder unter 13.290 Punkte sinkt, sollten die Alarmglocken der Marktteilnehmer läuten. In diesem Fall hat höchstwahrscheinlich bereits eine neue Abwärtsbewegung begonnen, die den Index steil nach Süden führen sollte. Das erste Kursziel lautet dann 13.160 Punkte und danach 12.950 Punkte. Erst dann wird sich zeigen, wie es um den aktuellen Markt steht.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

Share This