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Der DAX fällt stark. Die Anleger sind nervös, weil sie sich von der Euphorie der letzten Tage haben einlullen lassen. Da hatte man sich noch über das Allzeithoch gefreut und höhere Kursziele für den Aktienmarkt ausgedacht. Doch plötzlich dreht die Stimmung, weil es an der Börse darauf ankommt, wer rechtzeitig seine Aktien verkauft. Alle anderen befinden sich jetzt in Turbulenzen. Handeln ist gefragt.

An der Börse gibt es gelegentlich eine Phase, in der sich Marktteilnehmer besonders einig zeigen. Man klopft sich gegenseitig auf die Schultern, preist die eigenen Fähigkeiten und erkennt ständig Chancen am Markt. In dieser Phase kristallisiert sich der Trend heraus. Sinkende Kurse haben es zu solch einer Zeit schwer. Die Börse wirkt tatsächlich wie eine Einbahnstraße. Anleger ignorieren dann regelmäßig das Risiko an den Märkten.

DAX, Tageschart, Stand 13.272 Punkte

Letztendlich geht es an der Börse um das Erzielen von Gewinnen. Zwei Parteien handeln. Der Verkäufer gibt seine Aktie dem Käufer und realisiert mit diesem Schritt seinen Gewinn (sofern im Plus). Wenn besonders viele Wertpapiere verkauft werden wollen, meist zum Ende einer Trendphase, dann werden Aktien besonders hervorgehoben. Nur dann finden sich ausreichend Käufer, damit der Verkäufer seine Wertpapiere ohne Preiseinbußen veräußern kann. Wenn also besonders laut für die Aktienanlage getrommelt wird, dann sollte dies mit Vorsicht aufgenommen werden. Das gilt ebenso für die Anlage in ETF.

Am heutigen Tag ist gut zu erkennen, wie schwer es für die Anleger wird, wenn sie in einer Verkaufswelle ihre Aktien verkaufen müssen. Die Kurse purzeln stark, zum Nachdenken bleibt wenig Zeit und Zögern kostet Geld. Daher ist es meist klug, vor solchen Ereignissen den Markt verlassen zu haben. So wie in der letzten Woche, als in dem Beitrag „DAX: Verkäufer erhalten zweite Chance“ die derzeitige Marktsituation beschrieben wurde.

Short Signal ID 2533

Der jetzt laufende Abverkauf ist heftig, weil er dynamisch verläuft. Der Index hat ca. 350 Punkte innerhalb von wenigen Stunden nachgegeben (Bezug zum Handel am Freitag). Der Kursrückgang zeigt daher, dass dies keine kurze Korrektur ist, wie es in der Vergangenheit es häufig der Fall war, sondern, dass hier tatsächlich der Markt dreht und das Aktienverkäufe dominieren. Im Tageschart wurde eine steigende Trendlinie unterschritten, was die Kraft der Verkäufer unterstreicht. Naheliegend ist nun ein Rückfall bis in den Bereich bei 12.950 Punkten. Im Stundenchart lautet das nächste Kursziel 13.150 Punkte.

Die Börse ist in der Regel volatil und schwer vorhersehbar. Durch das billige Geld der Zentralbanken ist eine übergroße Nachfrage nach Wertpapieren entstanden, die viel zu lange zu Kursanstiegen geführt hat. Sie hat zu einer Traumwelt für die Anleger geführt. So ist die Börse jedoch nicht. Es sollte für die kommenden Monate nicht verwundern, wenn sich der Abverkauf an den Märkten ausdehnen wird.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Lassen Sie sich informieren. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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