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Der Aktienmarkt ist fest in der Hand der Käufer. Egal wie sehr sich im Börsenumfeld Unsicherheit und Risiken andeuten, die Kurse steigen trotzdem. Die Eskalation im Nahen Osten prallte an den Anlegern ab. Ganz im Gegenteil sie wurde mit noch höheren Kursen quittiert. Die Ursache für solch irrationales Verhalten ist der Wunsch der Marktteilnehmer neue Rekordstände zu erreichen. Die Medien, die Investoren, alle wollen ein Allzeithoch für den DAX.

Je mehr Marktteilnehmer an ein Ziel glauben, umso wahrscheinlicher wird es. Im Börsenumfeld spricht man daher von einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn die Masse der Anleger an ein Allzeithoch glaubt, dann verkaufen diejenigen nicht, die im Besitz von Aktien sind. Und das trotz aufkommender Unsicherheit (Nahost). Gleichzeitig eilen all diejenigen in den Markt, die ebenfalls das Allzeithoch in greifbarer Nähe sehen. Zusammen kommt es zu einem Nachfrageüberhang, der die Kurse klettern lässt. Mehr Anleger sehen sich ermutigt der Masse zu folgen, was wiederum die Indizes weiter nach Norden drängt.

DAX, Wochenchart, Stand 13.525 Punkte

Im obigen Wochenchart ist das Allzeithoch (grüne Linie) nur noch einen kleinen Schritt entfernt. Es ist daher fast schon nur eine Frage der Zeit, wann dieses Ziel erreicht werden wird. Die Anleger glauben daran und richten ihr Handeln entsprechend aus.

Kein Streit um ein Handelsabkommen zwischen den USA und China, keine endlose Diskussion um den Brexit, nicht mal eine kriegerische Handlung im Nahen Osten (USA – Iran/Irak) kann die Börsenkurse zum Sinken bewegen. Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat. Die Aktienkurse haben ein Eigenleben entwickelt und steigen wie heiße Luft nach oben.

Es ist kaum zu glauben, doch noch in der Nacht auf den Mittwoch, den 8.01.2020, der DAX indiziert bei 12.990 Punkten notierte. Das war der Moment als der Iran, infolge der US-Aggression, Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Keine zwei Handelstage später notiert der deutsche Leitindex circa 500 Punkte höher. Ein überraschender und verrückter Anstieg.

Eine Korrekturbewegung ist schon lange überfällig, sie kann sich aus den zuvor genanten Gründen jedoch nicht durchsetzen. Wenn der DAX nicht heute schon ein Allzeithoch markiert, dann wohl spätestens in der kommenden Woche, wenn der sogenannte Phase-1-Deal zwischen den USA und China unterschrieben wird. Ein neues Allzeithoch hat alle, Medien und Investoren, in seinen Bann gezogen. Das obige Chartbild zeigt auch, dass trotz der Zuversicht der Marktteilnehmer, die Luft für Notierungen oberhalb des Allzeithochs extrem dünn ist.

Wir analysieren den DAX-Zustand in unserer Wochenendanalyse. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen) und lassen Sie sich informieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Die Finanzkrise war nie überwunden, weil Geld nicht die Lösung ist (mehr erfahren)

 

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