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Der DAX hat es geschafft. Er notiert in der Nähe seines Allzeithochs. Den vielen Twitter-Nachrichten zum Thema Handelsstreit sei Dank, welche die Kurse immer wieder befeuert haben. Jetzt steht das Börsenjahr kurz vor dem Abschluss. Entscheidend wird nun sein, ob Gewinne realisiert werden und Aktien dadurch unter Druck geraten. Oder aber, ob noch ein Versuch initiiert wird, um das Allzeithoch zu erreichen.

Ein Erschöpfungsrisiko ist im Markt vorhanden. Das, was die Aktienmärkte in den letzten Monaten am stärksten angetrieben hat, ist nun Vergangenheit. Der hochgelobte Phase1-Deal ist in trockenen Tüchern. Was kann die Anleger jetzt noch antreiben, auf diesem hohen Niveau Wertpapiere zu kaufen? Das wird die spannende Frage in den Köpfen der Marktteilnehmer sein. In den letzten Wochen wurde jede Form von Gewinnmitnahmen vermieden. Es wäre deshalb ein naheliegender Schritt, die Einigung im Handelsstreit als Grund für den Verkauf der eigenen Aktien zu nehmen.

DAX, Tageschart, Stand 13.282 Punkte

US-Präsident Trump ließ sich diesen Erfolg nicht nehmen und twitterte am Donnertag bereits, dass eine Einigung im Handelsstreit bevorstünde, worauf die Kurse regelrecht durch die Decke gingen. Dieser Kursschub hielt auch am Freitag noch an, jedoch nur bis zur Eröffnung. Danach gaben die Kurse nach.

Richtungsweisend in der neuen Woche ist der Preisbereich bei 13.300 Punkten. Hier entscheidet sich, ob der Trendpfeil weiter nach Norden zeigt oder aber, ob sich die Verkäufer durchsetzen können. Jede Notierung über dieser Linie ist als positiv zu werten. Steigende Kurse haben das Ziel bei 13.600 Punkten. Anders hingegen, wenn der DAX unterhalb dieses Kursbereiches verbleibt. In diesem favorisierten Fall werden sich die Anleger mit sinkendenden Notierungen auseinandersetzen müssen. Gewinnmitnahmen würden Druck ausüben. Gelingt es den Verkäufern auch, den DAX unter 13.170 Punkte (lila Line) zu drücken, dann würde sich die Abverkaufsbewegung beschleunigen und ein Ziel unterhalb von 13.000 Punkten ansteuern.

Der Aktienmarkt konnte den vielen Widrigkeiten der letzten Monate trotzen. Dadurch sind die Marktteilnehmer berauscht und fühlen sich unbezwingbar. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass an den Börsen solche finalen Hochs gerne für die Umverteilung von Aktien genutzt werden. In dieser sogenannten Distributionsphase verkaufen die erfahrenen Investoren ihre Wertpapiere an diejenigen, die sich von der aktuellen Euphorie anstecken lassen. Trotz allerbester Hoffnungen geht es dann nicht mehr vorwärts.

Short Signal 2506

Die Indizes sind bereits weit gelaufen. Ein überraschendes Nachgeben der Kurse sollte daher einkalkuliert werden. Der Schlüsselwert hierfür liegt bei 13.300 Punkten. Notierungen unterhalb dieser Marke spielen den Käufern in die Hände.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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