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Aktuell sind die Themen Umwelt und Klimarettung wieder einmal im Fokus der Medien. Die Politik hat erkannt, dass sie mit diesen Themen Wählerstimmen gewinnen kann. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie bei den Kunden punkten können. Auch sie bemühen sich daher all ihr Handeln an einer grünen Zukunft auszurichten. Solch ein Aktionismus ist jedoch alles andere als zum Wohle des Klimas. Er ist scheinheilig!

Vermutlich wird sich fast jeder Autofahrer über die vielen Lastwagen auf den deutschen Autobahnen ärgern. Und ebenso viele Menschen haben schon von der Lippenbekenntnis der Politik gehört, dass man den Güterverkehr auf die Schiene bringen sollte. Diese Diskussion ist schon mindestens 30 Jahre alt. Passiert ist nichts, gar nichts. Solche Fakten zeigen, wie wenig man den Versprechungen der Politik Glauben schenken kann. Sie agiert allein mit dem Ziel, Wählerstimmen zu gewinnen.

Kirschen im Winter sollte es nicht geben:

Die Wirtschaft verfolgt ebenfalls ein anderes Ziel, anstatt die Umwelt zu schützen. Sie will Geld verdienen und da ist ihr alles Recht, wie das obige Bild zeigt. Kirschen werden im Winter aus Chile nach Deutschland verschifft, damit der Supermarkt-Kunde diese kaufen kann. Krass ist der Preis, nämlich knapp 25 Euro, obwohl Kirschen in der Saison 8 Euro das Kilo kosten. An diesem Bild zeigt sich vortrefflich, wie lächerlich die Diskussion um das Klima ist. Wer es sich leisten kann, der kauft sich die Kirschen. Egal ob dabei die Ware um die halbe Welt gefahren wurde. Natürlichen auf Kosten der Umwelt. Solche Angebote finden sich zuhauf und zeigten besonders gut, wie scheinheilig die Diskussion um den Klimaschutz eben ist.

Überall werden dem Bürger kluge Ratschläge gegeben, wie er einen Beitrag für ein besseres Klima leisten kann. Er soll das Licht abschalten, die Elektrogeräte sollen nicht auf Standby laufen und der Müll soll getrennt werden. Die wirklich großen Dinge, wie Kreuzfahrtschifffahrt, Verkehr und Industrie werden jedoch nicht angetastet. Warum? Weil die Ökologie gegen die Ökonomie keine Chance hat. Dass war schon immer so. Die Politik möchte dass Menschen arbeiten gehen, dafür braucht sie Arbeitsplätze bzw. Wachstum, die ihnen die Wirtschaft besorgt. Daher macht die Politik den Unternehmen wenig Vorschriften. Das zarte Klimapaket der GroKo zeigt wie viel man von der Klimarettung hält. Die Unternehmen sind wieder einmal gut dabei weggekommen.

Geschenktipp für Weihnachten

An der aktuellen Hysterie rund um die Elektromobilität kann man ebenfalls verfolgen, wie scheinheilig die Klimadiskussion tatsächlich ist. Fast alle Autohersteller wollen umweltschonende Elektroantriebe herstellen. Angeblich, so heißt es, will man Gutes tun. Das stimmt jedoch so nicht. Denn würde man wirklich an das Klima denken, dann würde man die Produktion von massigen SUV Modellen nicht fördern. Es wird alles so weitergemacht wie zuvor, nur mit einem „e“ im Antrieb. Besser wäre es auf SUV zu verzichten und kleinere Fahrzeuge herzustellen. Noch besser wäre es auf das Automobil zu verzichten, mit entsprechenden neuen Mobilitätskonzepten. Doch das will die Wirtschaft nicht, und auch der Kunde will das nicht. Die Klimadiskussion ist eben doch heuchlerisch.

Die Politik trifft sich seit Jahrzehnten immer wieder zum Klimagipfel. Hat es je etwas gebracht? All die vielen Worte, all die Lippenbekenntnisse, die scheinheiligen Versprechen. Nichts wurde wirklich verändert. Das Klima hat eben keine Lobby.  Solange die Mehrheit der Menschen all ihr Handeln am Geld verdienen ausrichtet, solange der Profit jedes Handeln rechtfertigt, solange wird die Ausbeutung der Erde weitergehen. Es wird weiter Kirschen aus Chile im Winter geben und Äpfel aus Südafrika. Es wird auch Spargel aus Peru in deutschen Supermärkten angeboten werden, solange man damit Gewinne erzielen kann. Das Klima hat gegen das Kapital einfach keine Chance, es sei denn, man würde den Schutz der Umwelt höher bewerten, als das Erzielen von Profiten. Doch für solch eine gedankliche Umkehr ist weder die Politik, noch die Wirtschaft oder der Mensch bereit. Die Klimadiskussion bleibt deshalb scheinheilig.

Der Autor ist Verfasser des Buches „Verstehen Sie Geld?“ (mehr erfahren).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

 

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