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Für die Steinhoff Aktie interessiert sich kein Anleger mehr. Sie wird einfach fallen gelassen. Diejenigen, die im Besitz von Wertpapieren sind, finden niemanden mehr, dem sie diese Papiere andrehen können. Jetzt ist es schlicht zu spät, um noch etwas zu unternehmen. Das Geld ist weg und die Verluste vorhanden. Anleger haben es nicht leicht an der Börse, wie sich an diesem Beispiel zeigt.

„Steinhoff: Das Geld ist weg“ titelte unser Artikel schon im Januar 2018. Zu dieser Zeit notierte die Steinhof Aktie noch bei 0,389 Euro. Zwar erscheint diese Zahl wenig, doch heute notiert die Aktie bei 0,005 Euro. In der Zwischenzeit wurde seitens der Anleger auf Veröffentlichungen, auf klärende Mitteilungen und sonstige Schritte gehofft, die eine bessere Zukunft versprechen sollten. Überzeugendes kam nicht heraus, sodass die Mehrheit der Marktteilnehmer ihre Aktien verkauft hat.

Steinhoff, Tageschart, Stand 0,005 Euro

An der Börse muss der Anleger irgendwann eine Reißleine ziehen. Dieser Punkt ist in jedem Finanzbuch erklärt (ansehen). An der Börse muss der Verlust unbedingt eingegrenzt werden. Auf den Gewinn hat der Anleger keinen Einfluss, aber auf die Höhe des Verlustes schon. Er kann sich schützen, indem er rechtzeitig seine Aktien verkauft, wenn sein Plan nicht aufgehen sollte.

An dieser Stelle spielt das Gehirn dem Anleger einen Streich. Es hofft und bangt, es will den Fehler (und damit die Verluste) ungeschehen machen. Erst wird ein Tag länger gewartet, dann wird ein gedanklicher Stoppkurs gesetzt, der dann nicht umgesetzt wird. Die Verluste werden größer und der Mut schwindet. Irgendwann sagt sich der Anleger, dass es zu spät zum Reagieren ist.

Blickt man auf den Kurverlauf der Steinhoff Aktie, dann waren all diejenigen klug, die frühzeitig gehandelt haben. Auch wenn der Preis für eine Aktie, nach dem Kursturz Ende 2017, billig ausgesehen haben mag, es ging bekanntlich noch tiefer. An der Börse ist es besser mit dem Restgeld einer Investition, einen neuen Versuch mit einer besseren Aktie zu machen, als immer weiter an einer schlechten Aktie festzuhalten.

Wie der Blick auf das obige Chartbild zeigt, gibt es keinen Grund, dass sich irgendwas an der laufenden Kursentwicklung verändert. Ohne einen Sprung über die schwarze fallende Trendlinie in der Bildmitte geht einfach weiter abwärts. Anleger sollten sich ihren Fehler eingestehen und keine Energie mehr für diesen Wert verschwenden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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