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Der Aktienmarkt fährt weiterhin im Autopilot. Gefühlt haben sich die Marktteilnehmer in ihren Sesseln gemütlich gemacht und sehen dem Treiben zu. Die Kurse klettern, die Nachrichten von der Börse mehren sich, die Medien jubeln und neue Anleger erzeugen Nachfrage nach Aktien, woraufhin die Kurse wiederum klettern. Der Kreislauf beginnt von vorne. Noch ist Schwäche kaum auszumachen, es sei denn, folgende Kursmarke wird unterschritten.

Wenn ein Markt so unkaputtbar herüberkommt, wie das derzeit bei den US-Indizes und auch bei dem deutschen Leitindex DAX der Fall ist, dann glauben vermehrt Anleger, dass Zögern ein Fehler ist. Sie lassen sich dann in die gedankliche Notsituation drängen, die ihnen einen baldigen Einstieg in den Aktienmarkt nahelegt. Der Anleger soll auch investieren, soll nicht zögern, soll auch profitieren und Gewinne einfahren. Angeblich, so signalisiert es der Markt, ist das kinderleicht der Fall.

DAX, Stundenchart, Stand 13.241 Punkte

Besonders zum Ende von Haussephasen, also in Zeiten, in denen die Kurse besonders stark in die Höhe schnellen, erscheinen Kursanstiege als ein einfacher Vorgang. Man müsse sein Geld nur in Aktien (oder in ETF) anlegen und dann klappt es mit den Kursgewinnen von alleine. Der Grund liegt in dem Verhalten der Marktteilnehmer, wo die Käufer fasziniert vom Kursanstieg sind und ihre Aktien nicht hergeben möchten. Gleichzeitig jedoch sind die interessierten Anleger, die jetzt kaufen wollen, bereit, jeden Preis zu bezahlen. Es kommt zu einer Verknappung der Wertpapiere, bei gleichzeitig hoher Nachfrage. Die Aktienkurse steigen stark.

In solch einer Phase steigen die Kurse wie von Zauberhand. Unternehmensnachrichten geraten in den Hintergrund. Sie sind nicht mehr entscheidend für die Aktienauswahl. Die Börsen erhalten Impulse, die in sich genommen leere Versprechungen sind, so wie das bei den vielen (fast) Einigungen im Rahmen des Handelsstreits zwischen den USA und China der Fall ist. Der Markt feiert eine Einigung, die es nicht gibt. Steigende Notierungen laden, aufgrund des oben beschriebenen Denkmusters, neue Investoren zum Wertpapierkauf ein.

Noch immer gilt der Kursbereich bei 13.166 Punkten (grüne Linie) im DAX als richtungsweisend. In der neuen Woche kommt es daher schnell zu einer Entscheidungsfindung. Auf der Oberseite gilt das bisherige Jahreshoch bei 13.308 Punkten zu überwinden. Gelingt dieser Schritt, dann sind weiter steigende Notierungen in Richtung des Allzeithochs bei ca. 13.600 Punkten naheliegend.

Short Signal ID 2485

Kommt es nicht zu einem Ausbruch auf der Oberseite, dann folgt schon bald wieder ein Test des Kursbereiches bei 13.166 Punkten. Ein erneutes Ansteuern dieser Marke ist zum Vorteil der Verkäufer zu interpretieren, da sich dann die Käufer nicht haben durchsetzen können. Ein Unterschreiten dieser Unterstützungslinie lässt den DAX in einen großen Trendkanal zurückfallen, der als Grund für Gewinnmitnahmen interpretiert werden wird. Die folgenden Kursziele lauten dann zunächst 12.990 Punkte und 12.850 Punkte.

In der Gesamtbetrachtung ist der DAX übermüdet, weil er viel zu lange von den Käufern vor sich hergetrieben wurde. Er braucht eine Pause, ob man den Index lassen wird, wird sich an den beiden genannten Marken entscheiden. Eine Entscheidung fällt daher in Kürze.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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