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Der DAX startet stark in den neuen Monat Oktober, muss jedoch seine Gewinne wieder hergeben. Schnell war ein Grund gefunden, warum die Aktienkurse nachgaben. Angeblich ginge wieder einmal die Rezessionsangst um. Anleger hätten Sorge vor einer konjunkturellen Abkühlung und würden daher den Rückzug antreten. Dabei wissen die Anleger ganz genau, wie es um die Wirtschaft steht. Also muss der Grund ein anderer sein.

Der Aufhänger für die sinkenden Kurse war ein schwach ausgefallener Einkaufsmanagerindex für Deutschland. Schnell wurde kombiniert. Wenn die Einkaufsabteilung weniger bestellt, dann wird weniger Material in der Produktion benötigt, weil der Verkauf nicht soviel absetzt. Für die Anleger sind sinkende Umsätze in der Regel ein Vorbote für sinkende Gewinne und das schmeckt ihnen gar nicht. Daher die Verkäufe der angeblich verschreckten Marktteilnehmer.

DAX, Tageschart, Stand 12.421 Punkte

Tatsächlich jedoch wissen die Investoren, wie es um die deutsche Konjunktur steht. Sie hat lange Zeit von einem Exportboom profitiert, sie profitiert vom Euro und von einem viel zu geringen Zins (im Verhältnis zur deutschen Wirtschaft) ebenso. Doch all dieses Wachstum kommt nun an seine Grenzen. Die Märkte sind gesättigt. Dass nun viele Unternehmen ihr Herz für die Umwelt und das Klima entdeckt haben, ist nur eine weitere Form des „Ruder Herumreißens“. In Wirklichkeit will man neue Käufer ansprechen und weiter Produkte verkaufen und natürlich weiter Profite erwirtschaften.

Der Kursrückgang beim DAX lässt sich also nicht direkt auf eine angebliche Rezessionsangst zurückführen. Tatsächlich haben die Anleger in den letzten Wochen gute Kursgewinne erwirtschaftet. Diese wurde bis zum Ende September verteidigt und damit in den Büchern festgehalten. Erfolgreiche Monate lassen sich gut in Prospekten vorzeigen, um neue Anleger zu begeistern (z. B. Fonds). Mit dem Start in den neuen Monat Oktober ist dieser Druck (Gewinne halten) nicht mehr gegeben. Investoren nehmen jetzt Gewinne mit.

Short Signal ID 2450

Der Blick auf das obige Chartbild zeigt, dass der Kursbereich bei 12.500 Punkten eine Widerstandszone ist. Schon zweimal zuvor gelang es dem DAX nicht, diese zu überwinden (gelbe Kreise). Nach dem langen Kursanstieg im Vorfeld fehlte den Anlegern jetzt der Mut und auch die Kraft. Naheliegend, dass manche Anleger lieber die Gewinne eintüten. Solch eine Argumentation würde die fallenden Kurse besser erklären, als auf eine angebliche Rezessionsangst zu verweisen. Die Konjunkturdaten trüben sich ja bekanntlich schon seit Monaten ein, sodass kein Marktteilnehmer überrascht sein sollte.

Der DAX steckt jetzt in der Klemme. Auf der Oberseite hält ihn der Bereich bei 12.440 Punkten auf. Auf der Unterseite stützt die untere Begrenzungslinie eines steigenden Trendkanals. Diese steht jedoch unter Feuer. Sobald der DAX unter 12.400 Punkte rutscht, sollte sich eine Korrektur entwickeln und einen Zielbereich bei 12.140 Punkten ansteuern.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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