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Die neue Woche beginnt für den DAX mit herben Kursverlusten. Viele Aktien stehen unter Verkaufsdruck. Der Tag wird medial dominiert von der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook. Hier zeigt sich erneut, dass sich Unternehmen zu sehr auf Fremdkapital verlassen. Versiegt dann die Quelle, welche ständig frisches Geld leiht, dann geht es schnell in die Pleite. Die aktuelle Krise passt gut ins Bild am Aktienmarkt, wo weitere Schwierigkeiten bevorstehen.

Viele Unternehmen finanzieren heutzutage ihre Tätigkeiten mit Fremdkapital. Das ist so, als würden Sie sich immer einen Mietwagen leihen, anstatt ein Auto zu kaufen (Sie wollen sich die Ausgaben sparen), obwohl Sie ständig ein Fahrzeug brauchen (damit ist Ihre Geschäftstätigkeit gemeint). Es muss also immer jemanden geben, der Ihnen einen fahrbaren Untersatz zur Verfügung stellt. Ein Unternehmen, das auf Fremdkapital setzt, ist daher immer auf den Kapitalgeber angewiesen. Trauen diese einem Unternehmen eine Rückzahlung der Kredite nicht zu, dann versiegt die Quelle und unser Unternehmen kommt in Schwierigkeiten. So eine Situation kann auch ohne ein Fehlverhalten des Unternehmens entstehen, dann nämlich, wenn, in Anlehnung an das obige Beispiel, alle Autos vergeben sind. In der Not wird es dann hässlich. Man hat ja kein eigenes Geld und steht daher recht hilflos da. Schnell werden Sitzungen abgehalten, um zu retten, was noch zu retten ist. Manchmal wird in der Not auch der Staat für einen Übergangskredit angepumpt. Winken alle Geldgeber ab, dann muss Insolvenz angemeldet werden. Lesen Sie mehr zum Thema Geld (hier).

DAX, Stundenchart, Stand 12.333 Punkte

Als wolle der Aktienmarkt die Aussagen aus unserer Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Achtung Gewinnmitnahmen!“ unterstreichen, folgt heute, nach der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook, auch eine Gewinnwarnung des Motorenherstellers Deuz. Zugleich bleiben die Einkaufsmanagerindizes in Deutschland deutlich unter den Erwartungen zurück und signalisieren auch aus dieser Statistik eine Konjunkturabkühlung.

Der DAX hängt jetzt in den Seilen und hat mit dem Unterschreiten der Kursmarke bei 12.350 Punkten den Verkäufern die Vorreiterschaft am Aktienmarkt überlassen. Solange der Index unter diesem Niveau bleibt, sind weiter sinkende Notierungen wahrscheinlich. Im obigen Chartbild ist der Stundenchart abgebildet. Er zeigt, wie sich der Index innerhalb eines steigenden Trendkanals bewegt. Nach dem Abprall auf der Oberseite ist ein Heranlaufen an die untere Begrenzungslinie wahrscheinlich. Diese verläuft derzeit bei ca. 12.180 Punkten. Sollte auch dieser Bereich unterschritten werden, dann drohen weitere Abgaben.

Short Signal ID 2447

Anleger sollten beachten, dass der Aktienmarkt vor schwierigen Zeiten steht. Die Wucht und die Vehemenz der Abgaben, mit der die Woche begonnen hat, zeigt schon mal, dass hier Verkaufsinteresse im Markt vorhanden ist. Diese Gruppe zögert nicht lange und handelt.

An der Länge der jetzt begonnenen Abwärtsbewegung werden sich neue Erkenntnisse zum DAX ableiten lassen. Wir verfolgen den weiteren Kursverlauf und melden uns mit neuen Analysen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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