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Die Anleger an den Börsen feiern wieder, was sich in steigenden Notierungen ausdrückt. Plötzlich sind die Sorgen abgeklungen, die Handelsgespräche zwischen USA und China werden wieder aufgenommen und ein harter BREXIT scheint abgewendet. In der neuen Woche meldet sich die EZB zu Wort und wird geldpolitische Entscheidungen treffen. Die Marktteilnehmer sind sich sicher, dass diese zu ihrem Vorteil ausfallen werden. Doch an der Börse kommt es anders, als der Anleger denkt.

Eine Besonderheit an den Börsen lautet, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Was gestern noch Sorgen bereitet hat, kann heute positiv ausgelegt werden. Ein harter Brexit wird in den Medien bereits als gut für die deutsche Wirtschaft verbreitet, obwohl das vor Monaten noch ein Schreckensszenario war. Besonders die Veränderung der Kurse ist dabei ein Schlüsselkriterium. Marktteilnehmer bewerten die Rahmenbedingungen an der Börse je nach Kursstand. Steigen die Aktienkurse, und damit auch die Indizes, dann werden die Sorgen als weniger bedrohlich angesehen. Optimismus macht sich breit.

DAX, Tagesausblick, Stand 12.191 Punkte

Sofort zum Beginn der neuen Woche kommt es auf den Handel im Preisbereich bei 12.176 Punkten an. Diese Marke entscheidet, wohin die Reise beim DAX gehen wird. Kann der Index über dieser Marke bleiben, dann kann er sich weiter Freiraum verschaffen, um bis in den Kursbereich bei 12.436 Punkten zu klettern (blaue Linie). Anleger sehen die starken Tageskerzen und die aufwärtsgerichteten Kurslücken. Der Anstieg an der Börse drängt geradezu nach Norden und jeder der noch nicht investiert ist, kommt nun in Bedrängnis, ebenfalls zu handeln.

Die Erwartungshaltung an die EZB ist besonders positiv. Anleger sind sich fast schon sicher, dass ein neues Programm aufgelegt wird, um wieder Anleihen zu kaufen (mehr). So ein Schritt entlastet die Unternehmen von ihren Geldsorgen, da sie leichter finanzielle Mittel erhalten. Er macht es den Staaten leichter, Kredite aufzunehmen und senkt ihre Finanzierungskosten. Solch eine optimistische Erwartungshaltung lässt die Marktteilnehmer schon im Vorfeld Aktien kaufen.

Sollte der DAX jedoch unter die Marke bei 12.176 Punkten rutschen, dann sind Zweifel an einer direkten Fortführung des laufenden Anstiegs angebracht. Im Markt gibt es auch Gruppen, die ihre zwischenzeitlichen Gewinne realisieren wollen. Sie sind geneigt ihre Wertpapiere zu verkaufen, wenn der DAX zur Schwäche neigt. Zudem gibt es weitere Teilnehmer, die sich der Überraschung einer EZB-Entscheidung am Donnerstag entziehen wollen. Sie wollen ihre Papiere nicht im Depot behalten, wenn es zu einer wichtigen geldpolitischen Entscheidung kommt. Zudem kann es immer passieren, dass die Europäische Zentralbank den Erwartungen des Marktes nicht entsprechen wird.

Long Signal 2431

Auch wenn die Stimmung an den Börsen sich bessert und sich immer mehr optimistische Anleger zeigen, an der grundlegenden Ausgangssituation hat sich ja nichts geändert. Die Probleme sind trotzdem vorhanden. Die Hoffnung der Anleger, dass wieder einmal die Zentralbanken die Kohlen aus dem Feuer holen, sollte mit Vorsicht interpretiert werden, denn die Geldpolitik befindet sich in einer Sackgasse. Entscheidend in der neuen Woche ist die Marke bei 12.176 Punkten.

Wir verfolgen die weitere Kursentwicklung des DAX und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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