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Es ist still geworden um den Aktienmarkt, was positive Einschätzungen eingeht. Der endlose Ruf nach neuen Anlegern, die endlich mal an den Börsen investieren sollen, ist verstummt. Noch vor wenigen Wochen notierte der DAX bei 12.600 Punkten und die Stimmung schien prächtig. Dieser positive Schein hat sich jedoch als eine Falle herausgestellt. Die Kurse sinken stark. Aktuell versucht sich der Markt zu stabilisieren, doch der nächste Nackenschlag für die Käufer ist schon in Vorbereitung.

Die Märkte haben sich in eine ausweglose Lage manövriert. Gefühlt kommen auf die Schulten der Investoren jede Woche neue Probleme hinzu. Von allen Seiten drücken nun die Sorgen: Deutschland schlittert bald in die Rezession, der Brexit kommt in großen Schritten, Argentinien steht kurz vor der Pleite. Was sollen Anleger nun machen? An welchen Strohhalm sollen sie sich klammern? Der bange Blick auf die anderen Marktteilnehmer verdeutlicht, dass diese ebenso überfragt sind. In der Not versuchen die Anleger ein Ende des Handelsstreites der USA mit China herbeizureden. Anleger sollten bei überraschenden Kursbewegungen vorsichtig sein, die durch das Thema Handelsstreit verursacht werden, denn mehr als ein kurzes Strohfeuer wird es nicht sein. Als wahrscheinliches, taktisch bedingtes Szenario gilt nämlich ein Abwarten seitens China bis zur nächsten Präsidentschaftswahl in den USA, sodass ein baldiges Ende dieses Streits unwahrscheinlich ist. Ganz egal, was US-Präsident Trump twittert.

DAX, Tageschart, Stand 11.562 Punkte

Wenn nun alle Hoffnungen zur Neige gehen, was bleibt den verdutzten Anlegern noch? Im Moment hoffen die Marktteilnehmer, dass die Zentralbanken EZB und FED die Kohlen aus dem Feuer holen können. Mit jedem Tag steigt daher der Druck auf diese Institutionen, helfend in den Markt einzugreifen, um mit niedrigen Zinsen und anderen stützenden Maßnahmen eine konjunkturelle Abkühlung zu verhindern. Anleger sollten jedoch bedenken, dass auch eine Leitzinssenkung keine wirkliche Lösung ist, sondern nur ein Beweis für eine Notlage, die man an den Börsen nicht thematisieren möchte.  Verstehen Sie die Absichten der Zentralbanken (hier).

Der DAX hat mit dem Ansteuern von 11.300 Punkten ein zuvor prognostiziertes Kursziel erreicht. An dieser wichtigen Kursmarke fanden die Anleger Mut, wieder Aktien zu erwerben. Solch ein begonnener Anstieg ist technisch bedingt, da es sich um eine Korrekturbewegung handelt. Sie ist als Folge der zuvor erfolgten Abwärtsbewegung zu sehen. Als ein Korrekturziel bietet sich idealerweise der Preisbereich bei 11.800 – 11.850 Punkten an. Zuvor muss jedoch die Widerstandslinie bei 11.630 Punkten überwunden werden, damit sich die laufende Bewegung stabilisieren kann. Ansonsten ist ein vorzeitiges Abdrehen nach Süden jederzeit möglich.

Der Gesamtmarkt befindet sich in einem Abwärtstrend. Demnach sind Korrekturbewegungen eine gute Gelegenheit, aus dem Aktienmarkt heraus zu kommen. Mit jedem Tag steigender Notierungen werden sich mehr Anleger entschließen ihre Aktien zu verkaufen (das Umfeld für den Aktienmarkt verschlechtert sich rapide). Gleichzeitig werden sich mit jedem Punkt, den der DAX ansteigt und den Preisbereich bei 11.300 Punkten hinter sich lässt, die Käufer zurückziehen, weil sich dann das Chance- / Risikoverhältnis für kurzfristige Trades verschlechtert.

Short Signal ID 2417

Sobald die Anstiegsbewegung des DAX in den Preisbereich bei ca. 11.800 Punkten erfolgt ist, werden wieder die Verkäufer ihre Chance wittern. Das ist im aktuellen Marktumfeld allzu natürlich, denn zu viele haben zur falschen Zeit eingekauft und haben sich teure Wertpapiere andrehen lassen. Wer kann, der eilt aus dem Markt. All diejenigen, die bisher eine konjunkturelle Abkühlung für nicht möglich gehalten haben, werden gerade von der Realität eingeholt. Anleger sitzen nun in der Falle und müssen irgendwie reagieren. Denn auch die anderen Marktteilnehmer wissen, dass sie aus dem Markt herauskommen müssen, um spätere Verluste zu vermeiden. Die nächste Abwärtsbewegung hat es nämlich in sich, wie der Blick auf das obere Chartbild zeigt. Erneut steht ein 1.000 Punkte Kursverfall an, denn das nächste Ziel lautet 10.800 Punkte.

Wir behalten die weitere Bewegung des DAX im Auge und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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