Indikatoren-Trading

Die Anleger hatten sich erst kürzlich an die Lippen des US-Präsidenten Trump gehängt und kauften Aktien wegen nichtssagender Aussagen. Gleichzeitig mussten immer mehr Unternehmen Mitarbeiter entlassen und Geschäftsprognosen zurücknehmen. Für eine kurze Zeit hat auch das die Anleger nicht von ihrer Kauflaune abbringen können. Doch plötzlich lässt sich die Realität nicht mehr leugnen. Der DAX fällt stark, denn mit der Konjunktur geht es abwärts.

Die heutigen Verlierer sind Fresenius Medical Care und die Lufthansa Aktie. Beide Werte notieren am Ende der Verliererliste des DAX. Das ist nicht verwunderlich, da gefühlt fast alle Unternehmen mit starkem Gegenwind kämpfen müssen. Dies zu akzeptieren, fällt den Marktteilnehmern schwer. Sie glauben noch immer, dass billiges Geld der Zentralbanken ihnen ihre Investition retten wird. Doch die Notenbanken haben ihr Pulver verschossen. Der Nutzen ihres Handelns nimmt ab. Zudem werden die Anleger etwas von starken Gewinnen bei Technologieunternehmen geblendet. Das sind die, die mit einer Handvoll Mitarbeitern Milliarden verdienen und kaum Steuern zahlen. Doch die Wirtschaftsbereiche, die Tausende von Menschen beschäftigen, die streichen bereits die Segel und treten auf die Kostenbremse. Sehr zum Leidwesen der Mitarbeiter und nun auch zum Leidwesen der Anleger. Lesen Sie hier zu „Wie funktioniert Wirtschaft?

DAX, Tageschart, Stand 12.141 Punkte

An der Börse treffen die Hoffnungen der Anleger (in der Zukunft soll alles besser werden) auf die Fakten der Unternehmen. Egal wie sehr Anleger die Daumen gedrückt haben, wenn ein Unternehmen seine Produkte nicht verkauft, dann wird es weniger oder gar keine Gewinne machen, was wiederum zu einem Sinken des Aktienkurses (Überbewertung) führen wird. In solch einem Umfeld befinden sich die Anleger derzeit. Denn unabhängig davon, ob Steuern niedrig oder Zinsen günstig sind, ein Unternehmen investiert nur dann, wenn es auch Aussicht hat, seine Waren und Dienstleistungen zu verkaufen. Daran hapert es derzeit vehement, denn in vielen Branchen drücken Überkapazitäten.

Der DAX fällt heute in einem starken Tempo. Dies verwundert nicht, denn solange der Index unter 12.440 Punkte feststecken würde, sollte eine Abwärtsbewegung einsetzen, wie in dem Artikel „DAX-Ausblick: Die weitere Richtung“ beschrieben wurde. Zudem wurde heute auch ein tieferes Tief markiert, was mit dem Fall unter 12.175 Punkten stattgefunden hat (Ausbruch aus dem hellblauen Bereich nach unten). Damit läuft ein Abwärtstrend, der die nächsten Ziele bei 12.000 Punkte und später auch 11.850 Punkte ansteuert.

Anleger sollten sich mit der harten Realität auseinandersetzen. Die Konjunktur kühlt ab, die wirtschaftliche Tätigkeit wird geringer, der internationale Handel nimmt ab. Es ist nur natürlich, dass sich die Unternehmen nun in Zurückhaltung üben, was sich in weniger Umsatz und weniger Gewinn ausdrücken wird. Für solch ein erwartetes Szenario sind die Aktienkurse zu hoch. Anleger sollten mit weiter nachgebenden Notierungen rechnen.

Die kommende Zeit wird unruhig für die Märkte. Wir informieren unsere Leser mit aktuellen Einschätzungen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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