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Die neue Woche fängt für den DAX mit Sand im Getriebe an. Von der positiven Stimmung der abgelaufenen Woche ist nicht mehr viel übrig. Da ist wieder dieser häufig beschriebene Effekt, dass der Aktienmarkt nur punktuell zu einer Bewegung ansetzt und dann die Anschlusskäufe ausbleiben. Auch heute wieder. Anleger sind besorgt und hegen Zweifel an der zukünftigen Geldpolitik der Notenbanken.

Wie in der Wochenendanalyse „DAX: Über das Ziel geschossen“ prognostiziertet, ist der Kursbereich bei 12.620 Punkten für den DAX eine starke Widerstandszone. Sie hätte heute übersprungen werden müssen, damit Anleger wieder in den Kaufmodus wechseln können. Dieser Schritt ist jedoch ausgeblieben. Auslöser waren schwache Vorgaben aus Asien. Vor allem jedoch kommt es bald zu einem Showdown zwischen der US-Regierung und der US-Notenbank FED. Die US-Regierung will die Leitzinsen gesenkt sehen, während die FED sich als unabhängig von der Politik präsentiert. Wer wird diesen Kampf für sich entscheiden?

DAX, Tageschart, Stand 12.543 Punkte

Erst am Wochenende hat der türkische Staatspräsident Erdogan seinen Notenbankchef abgesetzt, weil dieser die Zinsen nicht, dem Wunsch des Präsidenten entsprechend, gesenkt hatte. Auch hier spielt sich ein Zweikampf auf höchster Ebene ab. Eine Zentralbank muss seine Unabhängigkeit bewahren, sonst vertraut ihr niemand mehr. Ihre zentrale Aufgabe ist dabei für Preisstabilität zu sorgen und nicht die Ziele einer Regierung zu verfolgen. Hier kommt es häufig zum Disput, wie man auch in dem Fall in den USA sieht.

An den Märkten wird solch ein Kräftemessen mit Argwohn beobachtet. In der nächsten Sitzung der US-Notenbank ist nämlich, nach Meinung der Investoren, eine Zinssenkung fest eingeplant. Dieser Schritt ist daher schon in den Aktienkursen eingepreist. Nun kommen jedoch erste Zweifel auf, ob sich die US-Notenbank dem Druck von Präsident Trump beugen wird.

Short Signal ID 2383

Die Aktienkurse sind schon weit vorausgelaufen und wenn nun keine Zinssenkung kommt, dann haben sich die Anleger verspekuliert und zu viel für ihre Wertpapiere bezahlt. Dieser Umstand hemmt jetzt die Marktteilnehmer, um weiter Aktien zu kaufen. Sie warten lieber erst einmal ab. Gemäß dem Motto, lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach verkaufen manche Aktionäre vorsorglich schon mal ihre Wertpapiere, um von einer Überraschung gefeit zu sein.

Im Moment sind die Anleger hin- und hergerissen. Sie wissen nicht so recht, ob sie Angst davor haben sollen, dass es zu keiner Leitzinssenkung kommt, oder ob sie weiter hoffen dürfen, und das, obwohl die Kurse schon sehr hoch sind. In solch einer Phase der Unsicherheit halten sich vermehrt Anleger zurück.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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