Signalservice

Am Aktienmarkt erhöht sich gerade der Unsicherheitsfaktor. Anleger sind hin- und hergerissen, wie es an der Börse weitergehen wird. Dominiert wird die Nachrichtenlage durch die Entwicklung im Handelsstreit zwischen USA und China und dem Konflikt der USA mit dem Iran. Gleichzeitig jedoch, wollen Anleger nicht zu spät kommen und beeilen sich, die niedrigeren Kurse für sich zu nutzen. Doch dieser Schritt ist verfrüht, denn eine zweite Abwärtswelle steht noch aus.

Die neue Woche sollte ähnlich ablaufen, wie die vergangene verlaufen ist. Das bedeutet, dass mit Kurssprüngen in den Indizes zu rechnen sein wird, sobald es Neuigkeiten im Handelsstreit zu berichten gibt. Da nun die USA vorgelegt haben, und fast alle Waren aus China mit Strafzöllen belegen, steht eine Antwort der asiatischen Supermacht aus. Zudem werden sich die Anleger noch ein wenig mit dem Börsengang von Uber (mehr dazu) beschäftigen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Uber Aktienkurs direkt weiter nachgeben und die Medien werden darüber berichten.

DAX, Stundenchart, Stand 12.059 Punkte

Für die optimistisch eingestellten Marktteilnehmer ist die Verteidigung des Kursbereiches bei 12.000 Punkten ein Erfolg. Sie glauben, dass der DAX seine Korrekturbewegung in diesem Bereich beendet hat und nun wieder nach Norden durchstarten kann. Tatsächlich beeilten sich Käufer am Freitagabend, Aktien nachzufragen. Nachbörslich stieg die DAX-Indikation bis auf 12.200 Punkte (gelber Punkt).

Diese Gegenbewegung auf die Wochenverluste ist als eine Korrektur zu werten. Nach Kursverlusten kommt es zu einer entgegengesetzten Anstiegsbewegung. Anleger erachten gesunkene Kurse als Kaufgelegenheit und drängen in den Markt. Diese Nachfrage lässt die Aktienkurse ansteigen. Üblicherweise kommt solch eine Anstiegsbewegung nicht weit, sofern der Markt nicht durch Twitter-Meldungen verwirrt wird. Das liegt daran, da Marktteilnehmer, die vom ersten Kursrückgang überrascht wurden, nun ihre Wertpapiere in die Korrektur hinein verkaufen.

Eine Gegenbewegung korrigiert üblicherweise die vorherige Wegstrecke um 50 % oder um 61,8 %. Mit dem Erreichen des Preisbereiches bei 12.200 Punkten ist die fünfzigprozentige Korrektur bereits erfüllt. Mehr braucht es nicht. Sofern der Index über 12.200 Punkten verbleibt, wäre noch das Ansteuern des Kursniveaus bei 12.255 Punkten möglich (61,8 %). Spätestens an dieser Stelle sollte der Kaufwille abebben und die Verkäufer erneut auf den Plan treten.

Short Signal ID 2339

Sobald der DAX unter 12.200 Punkte taucht, besteht die Gefahr, dass der Index die zweite Abwärtswelle gestartet hat. Je mehr Marktteilnehmer zu dieser Überzeugung gelangen, umso stärker das Nachgeben der Kurse. Erneut sollte der Index die Marke bei 12.000 Punkten ansteuern und diesmal aufgeben. Es folgt ein Test des letzten Verlaufstiefs bei ca. 11.960 Punkten. Anleger, die nicht rechtzeitig verkauft haben, erkennen, dass die aufgelaufenen Gewinne dahinschmelzen. Sie beeilen sich zu verkaufen. All die neuen Käufer, die beim Erstkontakt bei 12.000 Punkten Aktien erworben haben, rutschen in die Verlustzone. Auch sie beeilen sich, ihre Aktien zu verkaufen. Es kommt zu erhöhtem Verkaufsdruck, der dann die Kurszone bei 11.850 Punkten erreichen sollte.

Erst dort wird die zweite Abwärtswelle vervollständigt sein. Dann erst wird sich entscheiden, ob tatsächlich neue Käufer bereitstehen werden. Wir behalten die weitere Entwicklung des DAX im Fokus und melden uns mit aktuellen Einschätzungen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This