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Der Aktienmarkt zeigt sich von seiner nervösen Seite, wie der Blick auf die überraschenden und schnellen Kursbewegungen zeigt. Als hätten die Investoren den Fokus auf die Unternehmen aus dem Auge verloren, dominiert derzeit nur ein Thema das Handelsgeschehen, nämlich der Handelsstreit der USA mit China. Und ganz vorneweg befindet sich der US-Präsident Trump, der seinen Spaß daran hat, die Börsenkurse mit seinen Tweets tanzen zu lassen.

Obwohl zum Ende dieser Woche die Verhandlungen zum Handelsstreit finalisiert werden sollten, kam es am Sonntagabend zu einer Verstimmung. US-Präsident Trump, denen viele Medien Verhandlungsgeschick zugestehen, schickte zwei Tweets über den Nachrichtendienst Twitter ab und verschreckte damit die Anleger. Stehen die Verhandlungen vielleicht doch auf der Kippe, so die erste Reaktion der Marktteilnehmer. Die Aktienmärkte gaben deutlich nach. Doch dann folgte der nächste Tweet, dass man sich doch sehen und doch miteinander reden wolle und die Kurse stiegen am gestrigen Tag wieder.

DAX, Stundenchart, Stand 12.100 Punkte

Die starke Orientierung der Anleger an den Tweets des US-Präsidenten zeigt, dass die Stimmung angespannt ist. Denn der größte Teil des Kursanstiegs an den US-Börsen basiert alleine auf der Hoffnung der Marktteilnehmer, dass eine Beilegung des Handelsstreits zu einer Entspannung in der Beziehung zwischen den Supermächten führen wird. Man hat demnach eine Einigung bereits eingepreit und hofft nur noch auf eine finale Kursexplosion, sobald die Einigung verkündet wird.

Daher ist die Reaktion der Anleger verständlich, dass sie sich von solchen Nachrichten lenken lassen. Dabei sind das weniger menschliche Anleger, sondern Handelscomputer der großen Marktteilnehmer, die schon den Index in die eine oder andere Richtung jagen, noch bevor die Mehrheit verstanden hat, warum sich die Kurse plötzlich so stark bewegen. Gestern Nachmittag war wieder so ein Moment, als der DAX, trotz negativer Vorzeichen, plötzlich nach oben sprintete. Und wieder einmal war es ein Tweet des US-Präsidenten, der zum Thema Handlesestreit verschickt wurde.

Der DAX hängt im Schlepptau der US-Indizes ebenfalls an den Lippen des US-Präsidenten. Der Aktienmarkt befindet sich gerade in einer außergewöhnliche Marktphase. In jeder neuen Handelsminute kann ein neuer Tweet veröffentlicht werden, der wieder alle charttechnischen Pläne durcheinanderwirbelt.

Unser Signalservice

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Im Moment sieht die Chartlage für den DAX, wie folgt aus: Mit dem Abprall an der Marke bei 12.400 Punkten befindet sich der deutsche Leitindex auf dem Weg nach Süden. Sein erstes Ziel bei 12.030 Punkten hat er fast erreicht. Bereits im Bereich bei 12.050 Punkten kommt die Tage schon Nachfrage auf. Sollte durch Trump kein Störfeuer aufkommen, dann verfolgt die gesamte Abwärtsbewegung ein Kursziel bei 11.850 Punkten. Rein Rutsch unter 12.030 Punkten, und noch deutlicher, ein Fall unter 12.000 Punkten, würde diese Annahme unterstreichen. Ein Anstieg über 12.115 Punkten würde den Abwärtsdruck vom Markt nehmen und einen Anstieg bis 12.180 Punkte ermöglichen. Dann wird sich entscheiden müssen, ob die fallende Trendlinie in der Bildmitte überwunden werden kann. Ein Sprung über 12.200 Punkte würde einen schnellen Anstieg bis 12.400 Punkte zur Folge haben. Es ist im Moment eine abwartende Stille im Markt. Anleger warten auf den nächsten Tweet des Präsidenten, der üblicherweise um 13 Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufsteht.

Wir analysieren den Marktverlauf und melden uns bei unseren Lesern mit aktuellen Einschätzungen zum DAX. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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