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An der Börse verändert sich die Stimmung, ohne das sich die Marktteilnehmer dessen bewusst sind. Zum Beispiel wandet das Zepter aus der Hand der Käufer, in die Hand der Verkäufer. Verkaufsdruck kommt auf und dennoch glauben manche, nachgebende Kurse seinen Kaufkurse. Solch eine Denkweise könnte sich als Irrtum erweisen. Nach dem kurzen Anstieg zur Eröffnung bekommt der Markt jetzt heftigen Gegenwind. Der Index verliert 100 Punkte am Stück und unterschreitet eine wichtige Trendlinie.

Eines der schwierigen Aufgaben beim Handel an der Börse ist die Entscheidungsfindung zum richtigen Zeitpunkt. Also dann zu kaufen, wenn die anderen zittrige Hände bekommen. Ist man dann rechtzeitig im Markt und konnte von einer Bewegung profitieren, dann stellt sich die Frage, wann diese Position wieder veräußert werden soll. Bekanntlich ist der Gewinn ja erst eingetütet, wenn die aktuelle Position wieder verkauft wird. Und hier wird es erneut kompliziert, denn auch der Ausstieg ist nicht einfach.

DAX, Stundenchart, Stand 12.268 Punkte

Aktuell zeigt sich im obigen Chartbild ein Trendbruch, wie in der Wochenendanalyse „DAX-Ausblick: Kursziel 11.850 Punkte“ prognostiziert wurde. Der DAX unterschreitet die grüne Trendlinie im Stundenchart. Damit verändert sich die Stimmung unter den Marktteilnehmern und darauf gilt es zu achten. Während unerfahrene Anleger nun die gesunkenen Kurse als Kaufgelegenheit interpretieren, erkennen die stärkeren und marktbeeinflussenden Gruppen, dass ein wichtiger Trend aufgegeben wurde. In der Folge werden nun Aktien mehrheitlich verkauft.

Im weiteren DAX-Verlauf kann die Bruchstelle bei ca. 12.300 Punkten noch einmal berührt werden. Der Grund sind die, bereits zuvor erwähnten Anleger, die aus Reflex zu den gesunkenen Kursen, schnell in den Markt wollen und Wertpapiere nachfragen. In diese kleine Gegenbewegung verkaufen jedoch deutlich mehr Marktteilnehmer, und wenn das Angebot größer als die Nachfrage ist, dann fallen die Preise. Da der Trendbruch nun für alle offensichtlich ist, muss solch eine Bewegung nicht erfolgen, wenn der Verkaufsdruck zu groß ist. Ein neues Tagestief wäre ein Hinweis dafür.

Ohne das die grüne Trendlinie zurückerobert werden kann, lautet die weitere Richtungsvorgabe für den DAX wie folgt: Zunächst sollte nach dem Trendbruch das erste Kursziel bei 12.235 Punkten angesteuert werden. Erst dort kann sich eine Gegenbewegung entwickeln, die sich aufgrund der veränderten Stimmungslage nicht sehr entfalten wird. Eine Seitwärtsbewegung ist deshalb naheliegend. Der Verkaufsdruck wird weiter im Markt bleiben, da die vorherige Aufwärtsbewegung außergewöhnlich lang war und nun besonders viele Marktteilnehmer auf Gewinnen sitzen, die sie realisieren wollen. Sie werden fortlaufend ihre Positionen schließen wollen.

Weitere Kursziele lauten 12.040 Punkte und später auch 11.850 Punkte. Anleger sollten sich nicht an der Entwicklung der vergangenen Wochen orientieren. Mit dem aktuellen Trendbruch, kippt gerade die Stimmung.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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