Indikatoren-Trading

An der Börse läuft bereits eine Rallye, die ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA einpreist. Diese ist zwar noch nicht verkündet, doch unterschwellig sind sich die Marktteilnehmer einig, dass sie in Kürze kommen wird. Daher will niemand zu spät dran sein, wenn der angeblich größte Deal aller Zeiten unter Dach und Fach kommt. Investoren warten jetzt gebannt auf Fakten. Der DAX hat einen starken Lauf hinter sich und jetzt wird die Luft für den Index dünn.

Anleger werden derzeit an der Nase herumgeführt. Immer wird ihnen von der US-Seite ein Häppchen vorgehalten, dass die Gespräche mit China zur Beendigung des Handelsstreits gut laufen würden. Die Aktienkurse reagieren mit einem Kursplus. Schwächt sich diese Hoffnung ab, kommt sogleich die nächste Meldung, dass sich die Investoren auf einen Megadeal einstellen sollen. Auch solch eine Aussage verfehlt ihre Wirkung an den Börsen nicht. Die Kurse steigen erneut. Und schon bald folgt die nächste Möhre, die den Anlegern vor die Nase gehalten wird. Schon sehr bald werde man eine Beilegung des Handelsstreits offiziell verkünden, so die US-Seite. Und wieder geben Kurse und Indizes Vollgas. Nur Ergebnisse gibt es keine.

DAX, Tageschart, Stand 12.009 Punkte

Im Moment sind die Anleger im Rausch. Das führt zu ganz sonderbaren Kursbewegungen. Unter unmöglichen Umständen schaffen es die Kurse, den laufenden Anstieg fortzusetzen. Korrekturen fallen vollständig aus. Das ist unnatürlich und zeigt, wie sehr sich die Rallye in den Köpfen der Anleger eingebrannt hat. Was auch immer für ein Ergebnis im Rahmen des Handelsstreits verkündet wird, es wird unmöglich sein, die Erwartungshaltung der Anleger zu erfüllen.

Im obigen Chartbild sind deutliche Kurslücken in Kursverlauf der letzten Tage zu sehen. Diese zeugen von einer Notlage der Käufer. Anleger wollen nicht zu spät kommen, weil sie Angst haben, die Rallye zu verpassen. Sie kaufen Aktien zu jedem Preis. Sie ignorieren dabei das Risiko, eventuell zu viel für die Wertpapiere gezahlt zu haben. Schon die kommende Berichtsaison wird zeigen, dass die Hoffnungen der Anleger auf Sand gebaut sind. Aber soweit ist es noch nicht. Noch geht es um den China/USA Deal, der die Marktteilnehmer elektrisiert.

Der deutsche Aktienmarkt hat eine starke Woche hinter sich, in der er überhaupt keine Schwäche gezeigt hat. Das ist unüblich, da auf Kaufphasen auch Verkaufsphasen folgen sollten. Dieses natürliche Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Marktphasen, in denen z. B. Gewinne mitgenommen werden, ist derzeit außer Kraft gesetzt. Diese Einseitigkeit ist auf Dauer nicht zu halten, doch kurzfristig steigen die Kurse steil an.

Shortsignal ID 2309

In der neuen Woche werden die Anleger versuchen den aktuellen Kursanstieg fortzuführen. Diese Chance besteht, solange der DAX über 11.950 Punkten notiert (blaue horizontale Linie). Aktuell wird um die Kurszone bei 12.000 Punkten gerungen. Doch das weitere Anstiegspotenzial ist begrenzt, wie der Blick auf das obige Chartbild zeigt. Spätestens im Bereich bei 12.200 Punkten sollte ein Kursanstieg zum Erliegen kommen (gelber Halbkreis). Dann trifft der Index auf eine Begrenzungslinie eines fallenden Trendkanals. An dieser Stelle sollten sich Käufer zurückhalten und Anleger ihre Gewinne realisieren wollen. Der Anstieg stoppt.

Ein vorzeitiger Rückfall unter die Preismarke bei 11.950 Punkten würde eine Korrekturphase einläuten, die schon überfällig ist. In diesem Fall kommt es zunächst zu einem Rücklauf in den Bereich bei 11.750 Punkten. Dort wird sich zeigen, ob der DAX erneut einen Anstiegsversuch in den Bereich bei 12.000 Punkten unternehmen wird. Ein Unterschreiten der Marke bei 11.700 Punkten mahnt zur Vorsicht.

Die aktuell unnatürliche Börsenphase wird nicht ewig so andauern können. Wir melden uns mit regelmäßigen Einschätzungen zum Börsengeschehen. Nutzen Sie unseren Newsletter (hier eintragen).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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