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Die Bayer Aktie notiert heftig im Minus, nachdem ihr Neuerwerb Monsanto eine herbe Niederlage vor einem US-Gericht erlitten hat. Anleger ergreifen die Flucht. Dabei war allen Beteiligten klar, dass man Schwierigkeiten bekommen wird, wenn man sich Monsanto ans Bein bindet. Und dennoch, entgegen vieler Warnungen wurde die Übernahme durchgewunken. Die Probleme haben nun die Anleger, die herbe Kursverluste verkraften müssen. Wer kann, der sollte schnell das sinkende Boot verlassen, denn das nächste Kursziel ist deutlich tiefer.

Der Schreck der Anleger rührt daher, dass hier nicht nur ein Prozess verloren wurde, sondern dass es sich um ein richtungsweisendes Urteil an einem US-Gericht handelt. Damit sind weitere Prozessniederlagen sehr wahrscheinlich. Und diesen negativen Ausblick preisen die Investoren bereits ein, indem sie das Risikopapier Bayer aus den Depots werfen. Aktuell ist das Tagesminus bei 13 %. Mittelfristig sind die Aussichten trüb, wie in der Analyse „Bayer: Kursziel beachten“ bereits beschrieben wurde.

Bayer, Monatschart, Stand 60,85 Euro

Die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer hat vor der Übernahme von Monsanto gewarnt. Die Risiken waren bekanntermaßen hoch. Einfach zu viele Prozesse sind noch anstehend und der Ausgang ungewiss. Aber wie das bei Übernahmen ist. Diejenigen, die das Geld haben, fühlen sich mächtig und wollen investieren. Sie wollen sich vergrößern und an Stärke hinzugewinnen. Dieser Größenwahn hat nun seinen Preis, wie der Blick auf Chartverlauf zeigt.

Die Aktie ist im Bereich bei 74 Euro abgeprallt. Das ist ein Schwächesignal, weil damit nur eine Minimalkorrektur durchlaufen wurde. Offenbar sind zu viele Marktteilnehmer der Meinung, dass ein Investment in die Bayer Aktie zu riskant ist. Sie halten sich zurück, sodass nicht ausreichend Nachfrage aufkam.

Der aktuelle Kursrutsch ist heftig und stellt die Anleger vor eine schwierige Frage. Wie soll man am besten reagieren? Ein wichtiger Gedankengang sollte sein, dass ein Aktionär jederzeit seine Aktien verkaufen kann, auch im Minus. Kein Anleger ist mit seinen Aktien verheiratet. Doch genauso denken die meisten. Sie halten an ihren Wertpapieren fest, so wie in guten und in schlechten Zeiten. Dabei kann man sich von einem riskanten Papier mit einem Klick trennen. Anleger können mit anderen Werten Gewinne erzielen oder ihren Verlust aufholen.

Mit dem aktuellen Kursrutsch ist ein neues Monatstief kaum mehr zu vermeiden. Solch ein neues Tief wird Stopp-Loss-Aufträge auslösen, die dann unlimitiert Bayer Aktien auf den Markt werfen werden. Der ohnehin schon hohe Verkaufsdruck wird sich erhöhen, während sich gleichzeitig Käufer zurückhalten werden. Das nächste Kursziel lautet 40 Euro. Wer kann, der hält sich derzeit nicht lange mit Bayer Aktien auf.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

P.S. Dieses Wissen ist für Ihren Erfolg wichtig (mehr erfahren)

 

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