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Die Wirecard Aktie hat den heftigen Absturz noch nicht verdauen können. Es kommt zwar zu einer Gegenbewegung, aber der Kurs ist noch weit vom ursprünglichen Niveau entfernt. Die Käufer sind noch unsicher, ob noch weitere Kursverluste drohen. Im kurzfristigen Bild sind folgende Chartmarken von wichtiger Bedeutung. Sie entscheiden, wie sich Anleger an der Seitenlinie positionieren werden. Bisher ist die Ausgangslage noch zugunsten der Verkäufer, es sei denn, eine wichtige Trendlinie kann bezwungen werden.

Die meisten Anleger handeln nach Bauchgefühl. Entweder sie assoziieren etwas mit dem Unternehmen, in das sie investieren oder sie kaufen eine Aktie, weil sie im Preis gefallen ist. Ein niedriger Preis ist dann für die meisten Käufer einfach zu verlockend. Das liegt an dem berühmten Ankerpunkt, den man sich gedanklich setzt. Wirecard hat zuvor 170 Euro gekostet und nun 110 Euro, das klingt nach einem Schnäppchen und dann wird gehandelt.

Wirecard, Tageschart, Stand 128,80 Euro

Wer sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen möchte, der hat die Möglichkeit sich an den Informationen aus dem Chartbild zu orientieren. In diesem Fall geben Trendlinien eine Hilfestellung. Anleger können dann die Kursbewegungen besser verstehen und sich entsprechend positionieren.

Im aktuellen Fall steckt der Kurs noch immer unter dem Shock der Abwärtsbewegung. Dies ist an der fallenden Trendlinie in der Bildmitte zu erkennen. Diese gestrichelte Linie ist elementar um eine Befreiung des Aktenkurses zu ermöglichen. Ohne solch einen Erfolg verbleibt der Kurs weiterhin im Notfallmodus. Jederzeit kann es zu einem neuen Kurseinbruch kommen. Daher ist auch das Verhalten im Preisbereich bei 129 Euro so verhalten. Neue Käufer trauen sich an dieser Stelle nicht, in die Offensive zu gehen. Also warten sie ab.

Solange der Aktienkurs unter 129 Euro verbleibt, droht neues Ungemach. Aktionäre, die auf einen schnellen Kursanstieg gehofft haben, würden enttäuscht ihre Anteile veräußern und der Aktienkurs wieder unter Druck kommen. Solch eine, es reicht schon ein Fall unter 115 Euro würde sofort die Verkäufer auf den Plan rufen, die dann wieder für Verkaufsdruck sorgen würden. Es käme zu einer Beschleunigung der Abwärtsbewegung und zu einem Unterschreiten des letzten Verlaufstiefs bei ca. 100 Euro und einem Ansteuern des Kurses bei 91 Euro. Nur ein Sprung über die fallende Trendlinie in der Bildmitte würde die Verkäufer abschütteln können und einen Anstieg bis in den Bereich bei 155 Euro ermöglichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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