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Die Investoren haben schon graue Haare, wegen der endlosen Brexit Diskussion bekommen. So ein Durcheinander auf höchster politischer Ebene ist ein Armutszeugnis. In solch einem Umfeld ist das Interesse an Aktien naheliegenderweise gering. Der DAX kommt daher nicht recht von der Stelle. Jetzt steigt die Gefahr, dass der Index seine bisherige Aufwärtskorrektur abrupt beendet und dann den Weg nach Süden einschlägt. Anleger sollten auf die Bewegungen des Index genau achten. Ein Bruch einer Trendlinie gibt das Signal.

Gestern war wieder ein Tag, der wie so viele zuvor, nicht rühmlich in die Geschichtsbücher eingehen wird. Im Rahmen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU (Brexit) kam das britische Parlament zusammen um einen Plan B zu erarbeiten. Das Ergebnis ist enttäuschend. Das, was man von der EU bekommt, will man nicht und das, was man will, kommt, man nicht. Damit ist auch nach so vielen Stunden von Diskussionen und Verhandlungen nichts gewonnen. Im Blindflug geht es nun auf das Austrittsdatum zu. Die Unsicherheit ist bei allen Beteiligten förmlich zu greifen. Diese Sorge lastet auch auf den Finanzmärkten.

DAX, Stundenchart, Stand 11.218 Punkte

Gestern Abend hat der Konzern Apple nachbörslich Zahlen verkündet. Besonders die iPhone Verkäufe sind schwächer ausgefallen und das ist das stärkste Pferd im Stall. Gleichzeitig konnte man in anderen Geschäftsbereichen etwas punkten, was die Stimmung nicht allzu sehr trübte. Die Aktie notiert nachbörslich im Plus, weil die Zahlen, nachdem man die Erwartungen im Vorfeld gesenkt hatte, besser ausgefallen sind. Dies ist wieder eine Form der Betrachtungsakrobatik, die sich an den Börsen immer wieder findet. Gutes kann als schlecht und Schlechtes als gut interpretiert werden. Da hat jeder Anleger kreative Freiheiten.

Longsignal ID 2253

Der DAX kommt in den heutigen Handelstag schwächer rein, wie die Indikation aus der Vorbörse bereits andeutet. Damit steht sofort zur Eröffnung die wichtige Aufwärtstrendlinie (T1) zur Disposition. Diese muss halten bzw. sofort zurückerobert werden, damit noch eine Anstiegschance gewahrt werden kann. Notierungen unterhalb von 11.220 Punkten sprechen für sinkende Kurse. Der DAX sollte dann von den Verkäufern unter Druck gebracht werden. Das Kursziel der dann erwarteten Abwärtsbewegung ist die horizontale Unterstützungslinie bei 11.050 Punkten.

Der Aktienmarkt befindet sich auf den letzten Metern seiner Korrekturbewegung. Er hat, so wie in der Wochenendanalyse zum DAX beschrieben, noch eine letzte Chance eine finale Aufwärtsbewegung zu initiieren, doch diese scheint er nicht zu nutzen wollen. Nur ein Wiederanstieg über die Trendlinie (T1) würde dieses Anstiegspotenzial erhalten. Ansonsten sollten Anleger den Blick nach Süden richten.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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