Indikatoren-Trading

Der Aktienmarkt zeigt sich von seiner Schokoladenseite. Wohin man blickt, die Kurse leuchten in grüner Farbe. Indizes klettern und die Anleger versprühen Optimismus. Endlich ist die Börse wieder auf dem richtigen Weg, nämlich nach Norden. Brexit Sorgen sind plötzlich verschwunden, Goverment Shutdown in den USA kein Thema, Schuldenkrise ist geschenkt und die globale wirtschaftliche Abkühlung lässt die Anleger kalt. Sie stürmen wieder auf das Börsenparkett. Ob das gut gehen wird?

An der Börse werden steigende Kurse im Allgemeinen als Zeichen für eine positive Erwartungshaltung der Markteilnehmer interpretiert. Aktien werden gekauft, um an einer erhofften positiven wirtschaftlichen Entwicklung zu partizipieren. Die Ereigniskette ist dann wie folgt: Unternehmen verkaufen mehr, erzielen Gewinne und lassen die Anleger durch die Dividende (Gewinnausschüttung) teilhaben. Aber es geht auch anders, weil nämlich Marktteilnehmer mit Aktien handeln können, die sie nicht besitzen. Sie spekulieren auf sinkende Kurse. Diese sogenannten Leerverkäufe wurden ausgiebig getätigt, als sich der Markt schwach zeigte. Viele haben gehofft, dass der DAX im neuen Jahr weiter nachgeben wird. Diese Hoffnung ist nicht in Erfüllung gegangen. Der Index steigt. Am Freitag wurden dann in vielen Depots die Reißleinen gezogen. Viele offene Positionen wurden glattgestellt und das bedeutet, dass zuvor verkaufte Aktien wieder zurückgekauft werden müssen. In der Folge kommt es zu einer unnatürlichen hohen Nachfrage nach Wertpapieren, die den Index immer weiter nach Norden drängt. Der Anstieg im DAX ist demnach der Marktfunktion geschuldet und keineswegs einer positiven Markterwartung.

DAX, Tageschart, Stand 11.205 Punkte

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich weiter in einer steigenden Korrekturbewegung. In dem Artikel „DAX-Ausblick: Erholungsrallye beginnt“ wurden zwei Kursziele angegeben:

Der DAX hat den Kursbereich bei 11.000 / 11.050 Punkte als erstes Ziel vor Augen. Dieses Vorhaben ist nun aktiviert und sollte schon bald erreicht werden. Kurzzeitige Korrekturphasen sollten von wartenden Marktteilnehmern an der Seitenlinie zum Kauf von Aktien genutzt werden, sodass von einer weiteren Nachfrage auszugehen ist. In solch einer Phase sind die Anleger meist immun gegen negative Nachrichten, sodass sie diese ausblenden, während sie gute Nachrichten als besonders positiv interpretieren. Diese Euphorie kann den Index sogar bis in den Preisbereich bei 11.400 Punkten tragen, sofern die Widerstandslinie bei 11.050 Punkten überwunden werden kann.

Mit dem Kursverlauf am Freitag hat sich der DAX für eine weitere Runde der Korrekturbewegung entschieden. Solange der Index nun nicht mehr unter 11.000 Punkte sinkt, hat er direkt weiteres Anstiegspotenzial. Sein Anstieg sollte dabei den Preisbereich bei 11.400 / 11.500 Punkten erreichen. Spätestes an dieser Kurszone sollte die kurzzeitige Euphorie wieder der Realität weichen. Naheliegend ist daraufhin, dass der Index dann wieder nach Süden abdreht. Ein Test des Kursbereiches bei 11.000 Punkten steht dann an. Dort wird sich entscheiden, wie es um den DAX tatsächlich steht.

Short Signal ID 2244

Die Börsen starten fulminant in das neue Jahr. Alle Sorgen, von denen keine bisher gelöst wurde, sind zwar noch vorhanden, doch für den Moment wollen Anleger Aktien kaufen. Entweder erzwungen, wie das bei den Leerverkäufern der Fall ist oder eben durch diejenigen Käufer, die an einem kurzfristigen Anstieg profitieren wollen. Damit Kurse steigen können, braucht es nur jemanden, der bereit ist, die entsprechenden Kaufpreise zu zahlen. Um echte Werte geht es dabei nicht. Mit der Realität hat die Börse wenig zu tun (erfahren Sie mehr).

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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