Indikatoren-Trading

Der DAX begann den Tag sehr stark und hätte fast den Kursbereich bei 11.000 Punkten erreicht. Verwundert schauten die Beobachter auf die Kurstafel. Solch eine Stärke war unerwartet und so kurz vor der wichtigen BREXIT-Abstimmung ungewöhnlich. Doch dann verließen den Index die Kräfte und es begann ein starker Abverkauf, der über Stunden schon andauert. Jetzt erfolgt auch ein Trendbruch, der sofort die Alarmsignale der Anleger angehen lässt, denn nun ist der weitere Weg des DAX vorgezeichnet.

Die positive Stimmung gestern und heute Morgen war schon suspekt. Ja, die Marktteilnehmer gehen von einer Niederlage der Premierministerin May aus. Sie schätzen die aktuelle Lage auch nicht ganz schon schlimm ein, wie das die Medien darstellen. Die EU hat nämlich alle Türen bereits weit geöffnet. Man würde eine Verschiebung des Austrittstermins, sofern gewünscht, in Betracht ziehen. Man würde auch begrüßen, wenn Großbritannien seine Haltung überdenkt und nicht aus der Staatengemeinschaft austritt. Aus dieser Sicht betrachtet, ist die lockere Haltung der Käufer teilweise verständlich gewesen.

DAX, Stundenchart, Stand 10.821 Punkte

An der Börse kommt es häufig vor, dass gute Miene zum bösen Spiel gemacht wird. Gestern Nachmittag war so ein Fall, als die Indizes an der Wall Street tiefrot standen und das Interesse der Käufer an Aktien abzunehmen drohte. Just zur Börseneröffnung twitterte der US-Präsident Trump, dass die Verhandlungen mit China sehr gut verlaufen würden. Schnell waren die Käufer zur Stelle und vergessen wurde der negative Handelsstart.

Doch an der Börse wird auch abgerechnet. Man muss auch liefern können. Offenbar dämmert dies den Investoren. Der Goverment Shutdown in den USA läuft noch, mit China hat man bisher nichts Bahnbrechendes beschlossen, mit der Türkei feindet sich die USA gerade an. Auch wirtschaftlich läuft es nicht rund. Dies wird sich in den Ergebnissen der Unternehmen niederschlagen. Gerade meldet das Bankhaus JP Morgan Chase Zahlen und kann die hohen Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Die Aktie fällt vorbörslich.

Short Signal ID 2240

Der DAX kommt in dieser Gemenglage unter die Räder. Seit der Börseneröffnung gibt der Index nach. Dabei wurde eine obere Begrenzungslinie eines fallenden Trendkanals (W1) erreicht, wo der Index deutlich abgeprallt ist. Sofort übernahmen die Verkäufer. Der laufende Abwärtsdruck ist sehr stark und lässt den Index die Trendlinie (T1) durchbrechen. Damit verlieren die Käufer ihre letzte Hoffnung.

Solange der DAX unter der Trendlinie (T1) verbleibt, sollte er bald die Unterstützungslinie (U1) bei 10.790 / 10.800 Punkten erreichen. Dieser Bereich sollte unter den gegebenen Umständen nicht ausreichend Halt bieten können, weil der Verkaufsdruck zu groß ist. Die Folge wäre eine Aufgabe dieses Bereiches. In dem Fall lautet das nächste Ziel 10.700 Punkte. Wie in der Wochenendanalyse (hier) ausgeführt, führen Notierungen unter der Trendlinie (T1) den Index zum Preisbereich bei 10.400 Punkten.

Anleger sollten nun Vorsicht walten lassen. Wirtschaftliche Schwäche und Unsicherheit über die politische Zukunft sind keine Argumente, damit Investoren jetzt Aktie kaufen. Auch die Wirtschaft in Deutschland schwächelt. Sie wuchs im abgelaufenen Jahr 2018 nur magere 1,5 %. Das neue Jahr wird wirtschaftlich trüb (lesen Sie hier den Ausblick).

Der weitere DAX-Verlauf verspricht Spannung. Wir verfolgen die Entwicklung und informieren unsere Leser. Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein (zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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