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In der neuen Woche geht es am Aktienmarkt wieder heiß her, denn die BREXIT-Abstimmung zur Austrittsvereinbarung mit der EU steht bevor. Wer jetzt vorschnell annimmt, eine Zustimmung wäre gut und eine Ablehnung schlecht für die Börsen, der könnte sich irren. Marktteilnehmer sind weniger an der einzelnen Abstimmung interessiert, sondern an den Chancen im Markt. Die folgenden Schlüsselmarken sind von entscheidender Bedeutung, wie der Blick auf das DAX-Chartbild zeigt.

Die Trennung Großbritanniens von der EU wird immer mehr zu einer unschönen Scheidung. Alles zieht sich in die Länge, es gibt keine klaren Standpunkte und noch weniger Einigkeit, wie sich die Trennung sauber über die Bühne bringen lässt. Dabei streitet sich die britische Politik noch immer darum, ob der BREXIT sein müsse oder etwa nicht. Dabei wird vergessen, dass man das Volk nach seiner Meinung gefragt hat. Dieses wollte den Austritt und nun ist es die Aufgabe der Regierenden, diesen Wunsch auch umzusetzen.

DAX, Stundenchart, Stand 10.887 Punkte

Der DAX befindet sich weiterhin in einer aufwärtsgerichteten Korrekturbewegung. Diese Reaktion passt gut in einen fallenden Trendkanal, dessen untere Begrenzungslinie bei ca. 11.400 Punkten verlief. Der dann begonnene Anstieg hat nun fast die obere Begrenzungslinie (W1) bei 11.000 Punkten erreicht. In der Regel ist diese in ihrer Wirkung hemmend und sollte einen weiteren Anstieg bremsen. Bereits der Preisbereich bei 10.950 (W2) zeigt sich als Widerstandszone. Der gesamte Bereich zwischen 10.950 – 11.050 Punkten (hellblauer Kasten) zeigt sich als Bollwerk. Ein Überschreiten dieses Bereiches würde neues Anstiegspotenzial bis 11.400 Punkte freimachen.

Die spannende Frage ist nun, ob diese Chance auf der Oberseite genutzt werden kann. Noch läuft der Anstieg. Solange die Trendlinie (T1) nicht gebrochen wird, ist von einer Fortsetzung der Anstiegsbewegung auszugehen. Jetzt ist die Marktlage noch fragil. Das Vertrauen in den Aktienmarkt hat einen Kratzer erhalten, nachdem das Jahr 2018 besonders schlecht verlief. Manche Anleger ziehen es daher vor, den Börsen fern zu bleiben, bis sich die Wogen glätten.

Die BREXIT-Frage schwebt wie ein Damokles Schwert über Europa und wird die Menschen und die Börsen beschäftigen. Die Schuldenkrise, die sich in Italien bedrohlich entwickelt, ist ein weiteres kritisches Thema. Und da sind die Unternehmensergebnisse, die sich im Jahre 2019 schwächer entwickeln werden. Wir haben diesen Punkt bereits 2018 des Öfteren gesprochen, dass die Wirtschaft vor einer schweren Krise steht. Sie hat eine lange Zeit vom billigen Geld der Zentralbanken profitiert und damit einen Scheinaufschwung initiiert. Dieser endet nun und wird Arbeitsplätze kosten und sich auf die Gewinne der Unternehmen auswirken. Wir empfehlen Ihnen die Schlussfolgerungen aus dem Buch „Verstehen Sie Geld?“ zu lesen (mehr hier).

Short Signal ID 2235

Der DAX befindet sich zwischen 10.800-10.950 Punkten in einem neutralen Bereich. Mit der Unsicherheit der kommenden Tage könnten sich die Anleger entscheiden, ihr Geld wieder ins Trockene zu bringen und Wertpapiere zu verkaufen. Dies würde zu sinkenden Kursen führen. Rutscht der DAX dabei unter 10.800 Punkte (U1), dann ist die Trendlinie (T1) gebrochen und eine Abwärtsbewegung sollte sich durchsetzen können. Das Kursziel solch einer Bewegung lautet 10.400 Punkte.

Die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen der BREXIT-Abstimmung. Dabei ist das Austreten der Briten aus der EU schon beschlossen, sofern nicht in letzter Minute noch ein EXIT vom BREXIT passieren wird. Damit ist ein neues Referendum gemeint, das die Bevölkerung erneut abstimmen lässt. Klar ist jedoch, dass kaum jemand richtig einschätzen kann, wie sich die kommenden Monate entwickeln werden. Daher ist es umso hilfreicher, sich an den Informationen aus dem Chartbild zu orientieren.

Wir verfolgen den DAX-Verlauf und melden uns bei unseren Lesern mit aktuellen Einschätzungen. Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein (zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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