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Am Aktienmarkt setzt sich die Erholungsbewegung fort. Der DAX hat den Preisbereich bei 11.000 Punkten fast schon erreicht, doch dann bekamen die Käufer kalte Füße. Sie traten den Rückzug an. Die Aktienkurse geben daher wieder nach. Gerüchte sind im Umlauf, dass die US-Notenbank FED eventuell auch eine Leitzinssenkung in Betracht ziehen könnte. Eine Abstufung der Bonität der USA steht im Raum und dann wäre da noch der ungelöste Handelsstreit. Anleger werden vorsichtiger.

Im Moment dominiert am Markt das Thema Handelsstreit zwischen China und USA. Noch am gestrigen Tag hat der US-Präsident Trump die Investoren mit einer Twitter-Nachricht beglückt, wonach die Gespräche gut verlaufen würden. Morgen sollen nun Details bekannt gegeben werden. Ob eine Einigung im Handelsstreit erzielt wurde und ob die Marktteilnehmer diese auch positiv aufnehmen werden, ist derzeit unklar. Daher ist es durchaus verständlich, dass manche Anleger ihre Wertpapiere bereits im Vorfeld verkaufen und sich den morgigen Handel von der Seitenlinie ansehen.

DAX, Tageschart, Stand 10.893 Punkte

In den USA geht der Goverment Shutdown weiter. Dies ist eine staatlich verordnete Ausgabenbremse, weil sich Demokraten und Republikaner über den weiteren Haushalt nicht einigen können. Nun hat sich die Ratingagentur Fitch eingeschaltet und droht mit einer Abstufung der Bestnote AAA. Eine schlechtere Note würde die Finanzierungskosten des Staates bei der Neuschuldenaufnahme verteuern. Lesen Sie in unserem Buchtipp (hier), wie der Staat fortlaufend an frisches Geld kommt.

Manche Mitglieder der FED denken darüber nach, die Leitzinsen eventuell wieder zu senken, sofern die Abwärtsrisiken wieder zunehmen würden. Hierbei scheinen die Währungshüter neuerdings auch ein Herz für die Anleger entwickelt zu haben, denn sie beobachten (nach eigener Aussage) auch die Entwicklung an den Finanzmärkten. Dabei hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun. Würde die FED die Zinsen tatsächlich senken wollen, weil die Wirtschaft nicht gut läuft, dann wäre das ein Beweis dafür, dass die statistischen Zahlen der letzten Monate nicht die Realität in der US-Wirtschaft (angeblich brummt alles) wiedergegeben haben.

Shortsignal ID 2235

Der DAX hat es sich in den letzten Tagen gemütlich gemacht und drängt nach Norden. Dabei sind sich die Anleger keinesfalls so sicher, wie das Tagesplus manchmal ausweist. Noch immer befindet sich der Index in einer Korrekturbewegung. Jederzeit können die Käufer das Interesse an der Erholungsbewegung verlieren und dann dominieren wieder sinkende Kurse.

Bereits die gestrige Tageskerze hatte einen langen Docht, was auf eine Verkaufsbereitschaft im Markt hindeutet, nämlich im Kursbereich bei 10.900 Punkten. Auch die heutige Tageskerze zeigt die Unsicherheit im Markt an. Obwohl im Tagesverlauf die Kurse klettern konnten, kam es am Nachmittag zu deutlichen Verkäufen. Das Kursplus schmolz dahin.

Die nächsten Stunden stehen ganz im Zeichen, ob der DAX noch den Preisbereich bei 11.000 / 11.050 Punkten erreichen wird. Die Marktteilnehmer haben sich stillschweigend, so scheint es, auf diese Zielmarke geeinigt. Zudem wird es interessant werden, wie die Börsianer die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen den USA und China zum Thema Handelsstreit interpretieren werden.

Noch bestehen die Chancen, den laufenden DAX-Anstieg fortzuführen. Ein Rückfall unter die Marke bei 10.802 Punkten würde das Chartbild wieder eintrüben. Wir melden uns mit aktuellen Einschätzungen, sobald sich eine Seite durchsetzen kann. Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein (zum Newsletter).

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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