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An der Börse ist die Woche vor Weihnachten meist nachrichtenarm. In Gedanken sind die Anleger schon beim Fest. Diejenigen, die noch handeln, blicken in die Zukunft und versuchen zu erahnen, wie sich das neue Börsenjahr präsentieren wird. Sie hoffen, dass im neuen Jahr alles anders wird, vor allem besser. Diese Überzeugung könnte manche Käufer auf den Plan rufen, die sich jetzt schon mit Aktien eindecken wollen. Zwei Dinge werden in der kommenden Woche Einfluss auf die weitere Richtung haben.

Der Anleger versucht in der Regel, alles Schlechte aus seinem Kopf zu verdrängen. Positionen, die tief im Minus stecken, werden nicht mehr beachtet. Ein Jahr, das negativ verlief, wird verdrängt. Der Mensch tendiert dazu, nach vorne zu blicken und zu hoffen. Diese Eigenart könnte den Kursverlauf in der kommenden Woche bestimmen. Obwohl die Nachrichten nicht zum Kauf von Wertpapieren einladen, ist doch dieser kleine beschriebene Funken Hoffnung vorhanden. Manche Anleger wollen ihre Verluste wieder aufholen, andere im neuen Jahr Vieles anders machen.

DAX, Stundenchart, Stand 10.865 Punkte

Zwei wichtige Dinge werden in der kommenden Woche ausschlaggebend sein. Zum einen die besagte positive Grundeinstellung mancher Marktteilnehmer, die Aktien erwerben könnten. Die zweite Information ist, dass eventuell größere Marktteilnehmer geneigt sind, schwache Werte aus ihren Büchern zu streichen und diese zu verkaufen. Dies würde für fallende Notierungen sprechen. Bei institutionellen Anlegern ist es üblich, schlechte Positionen unsichtbar zu machen und gute Positionen noch stärker ins Plus zu drücken. Dies ist am Markt unter dem Schlagwort „Window Dressing“ bekannt. Man schönt die eigene Leistung.

Der DAX ist somit verschiedenen Zwängen ausgesetzt. Im obigen Chartbild ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Stundenchart entnommen, um die Schlüsselmarken genauer hervorzuheben. Der Index hat sich in eine gute Ausgangslage manövriert, um noch einmal eine Anstiegsbewegung hinzulegen. Dabei sollte der Preisbereich bei 10.750 Punkten (blaue Linie) nicht mehr hergegeben werden. Er wird entscheidend dafür sein, ob es in der kommenden Woche rauf oder runter geht. Bereits der Preisbereich bei 10.800 Punkten sollte für Nachfrage sorgen, da dort zwei Trendlinien zusammenkommen. Eine Anstiegsbewegung hat ein Ziel bei 11.000 / 11.050 Punkten.

Short Signal ID 2217

Ein Rückfall unter 10.800 Punkte lässt die Warnsignale der Anleger angehen. Ein Rutsch unter die Marke bei 11.750 Punkten (blaue Linie) lässt sich die Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine positive Kursentwicklung in Luft auflösen. Dann geht es nämlich direkt abwärts bis zum Jahrestief bei 10.585 Punkten und wahrscheinlich noch ein Stück tiefer bis in den Bereich bei 10.450 Punkten.

Im Moment ist das Volumen an den Aktienmärkten gering. Aus diesem Grund kommt es gelegentlich zu überraschenden und ruckartigen Bewegungen. Anleger sollten sich an die Schlüsselmarken aus diesem Beitrag halten, um die weitere Richtung richtig einzuordnen. Entweder die Hoffnung der Anleger dominiert oder das Window Dressing der großen Marktteilnehmer.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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